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Volkswagen Passat kehrt nach 44 Jahren an Geburtsstätte zurück
Wolfsburg Volkswagen Passat kehrt nach 44 Jahren an Geburtsstätte zurück
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13:43 06.04.2018
Besuch im VW-Werk Wolfsburg: Bei schönstem Wetter besichtigten Natalia und Carlos Gonzales die Geburtsstätte ihres VW Passat. Quelle: Volkswagen
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Wolfsburg

 Freudestrahlend standen Carlos und Natalia Gonzales vor dem Wolfsburger VW-Werk, denn nicht nur das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite. Auch die Kulisse passte perfekt: Für das Schweizer Ehepaar war der Fototermin mit dem wunderschönen Passat der ersten Generation das Highlight einer Deutschland-Tour im Oldtimer.

Die Fließhecklimousine im Farbton „Rallyegelb“ ist der ganze Stolz von Carlos Gonzales, der bereits seit frühester Kindheit ein echter Passat-Fan ist. Wie es dazu kam? 1975, zwei Jahre nachdem Volkswagen die erste Generation des Passat präsentiert hatte, erwarb Gonzales’ Vater ein Exemplar der Mittelklasselimousine.

 Papas Passat erlitt einen Totalschaden

Der Sohn, damals noch ein kleiner Steppke, war auf Anhieb begeistert von dem schnittigen Wagen. „Nicht verkaufen, Papa! Wenn ich 18 bin, möchte ich den fahren!“, lautete von da an der Wunsch. Gewünscht, getan: Mit der Volljährigkeit übernahm Gonzales Junior den väterlichen Passat, der mittlerweile über 200.000 Kilometer abgespult hatte.

Läuft und läuft: Die rund 800 Kilometer von Luzern nach Wolfsburg meisterte der 44-jährige rallyegelbe VW Passat des Schweizer Ehepaars mühelos Quelle: Volkswagen

Zwischenzeitlich war die Familie nach Spanien umgezogen – und dort fiel der gelb lackierte Wolfsburger natürlich noch mehr auf. Der junge Gonzales nahm sich vor, den Passat für immer zu behalten, koste es was es wolle. Doch daraus wurde leider nichts: An einer spanischen Ampel kam ein BMW nicht rechtzeitig zum Stehen, rauschte dem Passat ins Heck – Totalschaden, aus der Traum.

Wolfsburger Händler verkaufte baugleiches Passat-Modell

Ziemlich genau 20 Jahre nach diesem Drama entdeckte Gonzales per Zufall ein baugleiches Modell, das sogar bei einem Wolfsburger Händler nach einem neuen Besitzer suchte. Es war Liebe auf den ersten Blick, doch der Preis war zunächst zu hoch. Glücklicherweise ließ der Händler nach Monaten der Wartezeit mit sich reden. Gonzales kaufte den Wagen ungesehen und ließ ihn in seine Wahlheimat Schweiz importieren.

„Gentlemen-Treffen“: Ein gleichaltriger, atlasweisser Passat Variant empfing den Jubilar im Stammwerk Wolfsburg. Quelle: Volkswagen

Seitdem ist der Passat-Fan der ersten Stunde wieder glücklicher Besitzer seines Traumwagens – und heute umso glücklicher, dass dieser seinen „Geburtsort“ nach 44 Jahren wiedersehen konnte und dort noch auf eine kleine Überraschung traf: Zum Familienfoto gesellte sich ein „atlasweisser“ Passat Variant aus der Sammlung von Volkswagen Classic – ebenfalls 1974 produziert.

Nach einem Zwischenstopp im Automuseum und in der Autostadt ging es für die Gonzales wieder zurück in die Schweiz – selbstverständlich am Steuer ihres 1974er Passats.

Lesen Sie auch: VW Passat schafft eine Million Kilometer.
 

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