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Volkswagen VW-Skandal: Umbauten bei 540.000 Autos nötig
Wolfsburg Volkswagen VW-Skandal: Umbauten bei 540.000 Autos nötig
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17:33 09.11.2015
Diesel-Affäre: VW ruft wegen der Stickoxid-Manipulationen hunderttausende Fahrzeuge zurück. Die Motoren müssen teilweise auch technisch verändert werden, um den Grenzwerten genügen zu können. Quelle: dpa

Wegen des VW-Abgas-Skandals sind wohl bei 540.000 Diesel-Fahrzeugen in Deutschland größere technische Änderungen als nur ein Austausch der manipulierten Software nötig. Davon sei nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) derzeit auszugehen, teilte das Bundesverkehrsministerium am Montag in Berlin mit. Die Rahmenbedingungen für diese Hardware-Änderungen sollen den betroffenen Wagenhaltern von Volkswagen mitgeteilt werden.

Hintergrund ist der vom KBA angeordnete verbindliche Rückruf für insgesamt 2,4 Millionen Fahrzeuge, der Anfang 2016 beginnen soll. Dabei geht es um verschiedene Modelle. VW hatte bereits mitgeteilt, dass für Autos mit 2,0 Litern Hubraum reine Software-Lösungen reichen sollen. Bei anderen Modellen sind darüber hinaus Anpassungen in der Motortechnik nötig - also Eingriffe nicht nur über die Programmierung.

Mitte Oktober hatte das KBA VW zu der zunächst als freiwillig geplanten Rückrufaktion verpflichtet. Europaweit sind insgesamt etwa 8,5 Millionen Dieselautos von der Affäre um geschönte Stickoxid-Emissionswerte betroffen, weltweit rund 11 Millionen.

Die Großaktion soll laut Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) im Januar starten und dürfte sich bis zum Jahresende hinziehen.

Der Skandal hatte sich in der vorigen Woche noch ausgeweitet: VW teilte mit, dass es auch beim Ausstoß des Klimagases Kohlendioxid (CO2) "Unregelmäßigkeiten" gab. Unter den 800.000 Fahrzeugen mit falschen CO2-Werten sind nach Informationen Dobrindts auch 98.000 Benziner. "Sowohl das Vorgehen, das zu diesen Ergebnissen geführt hat, als auch die Ergebnisse selber sind inakzeptabel", sagte er.
Bisher legte Europas größter Autokonzern 6,7 Milliarden Euro für das Stickoxid-Problem zurück. Die "wirtschaftlichen Risiken" des CO2-Problems wurden zunächst auf weitere 2 Milliarden Euro geschätzt.

Umweltschützer von Greenpeace sind am Montag auf das Dach des streng bewachten Haupteingangs am VW-Werk in Wolfsburg gelangt. Die Aktivisten verwandelten das Logo des Autobauers in einen CO2-Schriftzug. Daneben entrollten sie ein Transparent mit der Aufschrift „Das Problem“. Der Werksschutz ließ die Kletterer zunächst gewähren.

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Zur Aufarbeitung des Abgas-Skandals ist am Montag auf dem VW-Werksgelände in Wolfsburg erneut das Präsidium des Aufsichtsrates zu einer Sitzung zusammen gekommen. Das sechsköpfige Gremium will bei der Zusammenkunft unter anderem über die jüngst von Betriebsratschef Bernd Osterloh geäußerte Kritik am Konzernvorstand beraten.

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Die Aufdeckung des jüngsten Abgas-Skandals bei Volkswagen geht nach Informationen der „Bild am Sonntag“ auf das Geständnis eines Wolfsburger Ingenieurs zurück. Der Mitarbeiter der Forschung und Entwicklung habe seinem Vorgesetzten vom großangelegten CO2-Betrug berichtet.

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