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Volkswagen VW-Rekordfahrt weiter ungebremst
Wolfsburg Volkswagen VW-Rekordfahrt weiter ungebremst
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10:23 13.09.2011
Rekordfahrt geht weiter: Trotzdem mahnt VW-Chef Martin Winterkorn aber zunehmend zur Vorsicht.

Das Unternehmen konnte mit seinen neun Marken auch im August die Serie von Bestmarken beim Gesamtabsatz ungebremst fortsetzen. „Volkswagen ist so robust wie nie“, betonte Winterkorn. Weder VW noch die Branche insgesamt hätten Grund zur Skepsis: „Die deutsche Autoindustrie ist so robust und zukunftsfähig wie nie.“

Nach zwei Dritteln des Jahres fuhr der Konzern erneut einen Rekord bei den Verkäufen in aller Welt ein. Seit Jahresbeginn wurden rund 5,4 Millionen Autos ausgeliefert. Das entspricht einem Plus von 14 Prozent im Vergleich zu den ersten acht Monaten 2010.

Im kommenden Jahr dürften die Zuwächse nach Einschätzung des VW-Cheflenkers etwas moderater ausfallen: „Wir gehen davon aus, dass 2012 insgesamt der Weltmarkt wachsen wird - vielleicht nicht ganz so stark wachsen wird, wie wir vor einem halben Jahr noch geglaubt hatten.“ Winterkorn gab sich zuversichtlich, dass VW „flexibel auf eventuelle Schwankungen in den einzelnen Märkten reagieren“ könne.

Das Unternehmen will 2011 im Gesamtkonzern erstmals acht Millionen Autos an die Kunden bringen. Winterkorn und Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch sehen dies aber nur als Etappenziel. Sie wollen bis spätestens 2018 zehn Millionen Autos absetzen und damit Toyota sowie General Motors von der globalen Spitze verdrängen.

Ebenfalls am Montag war bekanntgeworden, dass der japanische Kleinwagen- und Motorrad-Spezialist Suzuki die seit knapp zwei Jahren bestehende Kooperation mit den Wolfsburgern aufkündigen will. VW hält bisher allerdings an seiner Beteiligung fest. Von einem handfesten Eklat wollte Winterkorn in diesem Zusammenhang nichts wissen: „Wie oft in solchen Partnerschaften gibt es mal Irritationen. Aber wir stehen zu unseren Investitionen, wir stehen zu unserem Engagement. Es wird Gespräche geben - und dann sehen wir mal weiter.“

Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch hielt sich bedeckt zur Zukunft der Zusammenarbeit mit dem asiatischen Partner. Dies sei eine Frage des Managements, der Aufsichtsrat halte sich aus solchen Fragen heraus. Auf die Frage, ob der Konzern nach der geplanten Fusion mit dem Lastwagenbauer MAN weitere Zukäufe anstrebe, meinte er: „Es gibt keine, die Sie nicht kennen. Wir sind groß genug.“

Auch die Verschiebung der Fusion mit dem Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche sei für ihn „nicht unerwartet“ gekommen, räumte Piëch ein. Wegen juristischer Probleme in den USA und Deutschland sowie einer veränderten Risikobewertung geht die für Ende 2011 geplante Verschmelzung dieses Jahr nicht mehr über die Bühne.

Winterkorn kündigte an, die schleppende Integration Porsches unbeirrt von den Schwierigkeiten voranzutreiben: „Wir werden jetzt alternative Wege suchen. Gehen Sie mal davon aus: Das wird gut.“

dpa