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Volkswagen Einkaufsvorstand Garcia Sanz geht auf eigenen Wunsch
Wolfsburg Volkswagen Einkaufsvorstand Garcia Sanz geht auf eigenen Wunsch
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21:26 12.04.2018
Francisco Javier Garcia Sanz: Der langjährige Einkaufsvorstand verlässt VW auf eigenen Wunsch.  Quelle: Archiv
Wolfsburg/Berlin 

Der langjährige Einkaufsvorstand Garcia Sanz räumt seinen Posten auf eigenen Wunsch – und gibt damit wohl auch sein Amt als Aufsichtsratschef beim Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg auf. Die Aufgaben von Sanz bei VW wird der Beschaffungsvorstand der Marke, Ralf Brandstätter, kommissarisch übernehmen.

„Dr. Garcia Sanz hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten ein Beschaffungsressort modernster Prägung aufgebaut“, sagte VW-Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch. Durch Führung der Diesel-Taskforce habe er maßgeblich zur Bewältigung des Diesel-Skandals beigetragen.

Durch die neuen Markengruppen soll der Autokonzern künftig nicht mehr so zentral geführt werden. Eingeführt werden die Markengruppen „Volumen“, „Premium“ und „Super Premium“. Für die Nutzfahrzeugeinheit Truck & Bus sollen die Voraussetzung geschaffen werden, diese an die Börse zu bringen.

Die für die Markengruppen verantwortlichen Vorstandsvorsitzenden übernehmen zusätzlich Konzernführungsaufgaben. Der neue Konzernchef Herbert Diess verantwortet demnach die Konzernentwicklung- und Forschung, Audi-Chef Rupert Stadler den Konzernvertrieb und Porsche-Chef Oliver Blume die Konzernproduktion. Zugleich rückt Porsche-Chef Oliver Blume in den Konzernvorstand auf.

Die umfassende Neuordnung soll nach den Worten von Pötsch Entscheidungen bei dem riesigen Autokonzern beschleunigen. Die neue Aufteilung solle die Konzernsteuerung verschlanken und Synergien nutzen, erklärte Pötsch. „Ziel des Volkswagen-Konzerns ist und bleibt es, das Unternehmen mit seinen Marken zukunftsfähig auszurichten.“ VW wolle die individuelle Mobilität von morgen an führender Stelle mitgestalten.

Die Autobranche ist mitten in einem umfassenden Wandel, hin zu alternativen Antrieben und autonomem Fahren. VW wurde in der Vergangenheit zentralistisch geführt und galt als schwerfällig. Nach Meinung von Experten muss VW schneller auf Entwicklungen reagieren und flexibler werden.