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VW: Marke und Konzern liefern weniger Autos aus

Absatzrückgang im Januar VW: Marke und Konzern liefern weniger Autos aus

Der VW-Konzern ist wegen eines stotternden Absatzes im größten Markt China mit weniger Verkäufen ins neue Jahr gestartet. Auch der Absatz der Marke VW ging zurück.

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Die Marke Volkswagen startet mit einer halben Million ausgelieferten Fahrzeugen ins neue Jahr.

Quelle: Archiv

Wolfsburg. Die weltweiten Auslieferungen des Volkswagen-Konzerns an Kunden gingen im Januar im Jahresvergleich um 4 Prozent auf 813.700 Fahrzeuge zurück, wie das Unternehmen am Freitag in mitteilte. Grund waren geringere Steuervergünstigungen bei Kleinwagen in China und dortige Händlerprobleme der Tochter Audi. „Nach einem starken Wachstum im vergangenen Jahr haben in China Sondereffekte zu Beginn des Jahres das Auslieferungsergebnis beeinflusst. Vor allem haben sich der frühe Termin von Chinese New Year, die Erhöhung der Steuer auf Fahrzeuge mit kleinen Motoren sowie eine temporäre Zurückhaltung der Audi-Händler bei der Disposition auf das Januar-Geschäft ausgewirkt. Wir gehen davon aus, dass wir auch in diesem Jahr ein gesundes Wachstum in China erwarten können“, sagte Konzernvertriebsvorstand Fred Kappler.

Über alle Marken gesehen fielen die Verkäufe in China um 14 Prozent. Im Heimatmarkt Deutschland konnte der Konzern dagegen insgesamt 1,6 Prozent mehr Fahrzeuge loswerden. Besser lief es auch in den USA, wo sich die VW-Gruppe nach dem Diesel-Verkaufsstopp infolge des Abgasskandals wieder berappelt. In Europa und Südamerika gab es ebenfalls ein Plus. Die stärksten Zuwächse weltweit verzeichnete die spanische Tochtermarke Seat. Weiter stark zulegen konnten auch die kleineren VW-Nutzfahrzeuge um den Transporter und den Caddy.

Marken-Vertriebschef trotz Rückgang zufrieden

Die Marke Volkswagen hat im Januar 2017 weltweit 495.900 Fahrzeuge an Kunden übergeben, das entspricht einem Rückgang von 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Jürgen Stackmann, Vertriebsvorstand der Marke: „Die Marke Volkswagen ist erfolgreich ins Jahr 2017 gestartet. Die weltweiten Auslieferungen liegen zwar leicht unter dem Vorjahreswert, dies ist aber ausschließlich auf Sondereffekte im Hauptmarkt China zurück zu führen. In fast allen anderen Regionen haben wir erfreuliche Zuwächse gegenüber dem Vorjahreswert erzielt.“

Die Entwicklung der Marke VW in den einzelnen Märkten:

  • In Europa wurden die Auslieferungen um 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert auf 126.700 Fahrzeuge gesteigert. Treiber waren insbesondere die Märkte Italien (+ 12,8 Prozent) und Spanien (+ 29,6 Prozent). Besonders die Nachfrage nach dem neuen Tiguan sei groß gewesen.
  • Im Heimatmarkt Deutschland wurden 38.600 Fahrzeuge an Kunden übergeben, das entspricht einem Rückgang um 5,1 Prozent. Die verlängerte Haltedauer im Mitarbeiter-Leasing ist laut Volkswagen der wesentliche Grund dafür.
  • In den USA wurden die Auslieferungen um 17,1 Prozent auf 23.500 Fahrzeuge gesteigert. Für die Modelle Tiguan, Golf Variant (SportWagon) und e-Golf wurden nach VW-Angaben im Einzelmonat Januar jeweils neue Verkaufsrekorde erzielt.
  • Die Region Südamerika erzielte einen Zuwachs von 12,0 Prozent auf 32.500 Fahrzeuge. Dies sei auf Sondereffekte im Markt Argentinien zurück zu führen. Die Auslieferungen im Vorjahresmonat seien aufgrund schwieriger wirtschaftlicher und politischer Rahmenbedingungen besonders niedrig gewesen und wurden deshalb in 2017 deutlich übertroffen.
  • In China , Volkswagens größtem Absatzmarkt, führten Sondereffekte zum Rückgang der Verkäufe zu Jahresbeginn um 11,8 Prozent auf 270.800 Fahrzeuge. Dies lasse sich mit einer deutlichen Reduzierung von Steuervergünstigungen für Fahrzeuge kleinerer Hubraumklassen zum Jahresende 2016 erklären. Darüber hinaus habe der Januar aufgrund des chinesischen Neujahrsfestes einen Arbeitstag weniger als im Vorjahr gehabt.
  • Das neue Modell Ameo habe in Indien zu einem Anstieg der Auslieferungen um 17,7 Prozent geführt. Der Ameo wurde speziell für den indischen Markt entwickelt und in 2016 eingeführt.

dpa/red

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