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Volkswagen VW: Manipulationen bei CO2 Messungen
Wolfsburg Volkswagen VW: Manipulationen bei CO2 Messungen
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11:55 06.11.2015
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Die Falschangaben seien entweder über Manipulationen im Messvorgang auf dem Prüfstand selber oder über manipulierte Testwagen zustande gekommen, sagte ein Konzernsprecher am Freitag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Damit aktualisierte der Sprecher frühere Angaben, wonach offenbar lediglich auf dem Papier zu niedrige CO2-Werte angegeben wurden.

Bevor neue Automodelle vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) für den Straßenverkehr zugelassen werden, müssen verschiedene Gutachten erstellt werden, unter anderem zu den Abgaswerten. Die Messungen werden von sogenannten Technischen Diensten abgenommen, unter anderem vom TÜV. Das erledigen die Dienstleister entweder auf den eigenen Prüfständen oder direkt beim Hersteller selber. Der Sprecher sagte: "Nicht alle betroffenen Modelle wurden auf dem Firmengelände in Wolfsburg auf dem Prüfstand getestet." Einige Modelle seien auch extern überprüft worden.

VW hatte am Dienstag eingeräumt, dass bei internen Untersuchungen Unregelmäßigkeiten bei den CO2-Werten zahlreicher Modelle aufgefallen seien. Die Angaben zum Ausstoß für Kohlendioxid (CO2) und damit auch zum Spritverbrauch seien zu niedrig ausgewiesen worden.

Volkswagen zufolge könnten bis zu 800 000 Autos der Konzernmarken VW, Audi, Skoda und Seat betroffen sein.

dpa

Haben auch andere Autohersteller Abgaswerte manipuliert? Die von VW festgestellten Falschangaben bei den CO2-Emissionen von 800.000 Fahrzeugen sind nach Ansicht der Deutschen Umwelthilfe (DUH) nur „die Spitze des Eisbergs“.

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In dem sich zuspitzenden VW-Skandal hat der Wolfsburger Industriepfarrer Peer-Detlev Schladebusch mehr Respekt für die mehr als 600.000 VW-Mitarbeiter gefordert. Sie erlebten seit mehr als sechs Wochen ein Spießrutenlaufen. Zugleich begrüßte der Pfarrer, dass VW sich zu den Unregelmäßigkeiten der CO2-Werte bekenne.

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Wolfsburg/Braunschweig. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig prüft auch im VW-Skandal um falsche CO2-Angaben die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens. „Wir prüfen das natürlich, das ist unsere Aufgabe“, sagte Oberstaatsanwalt Klaus Ziehe.

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