Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Volkswagen VW-Manager in Südkorea in U-Haft
Wolfsburg Volkswagen VW-Manager in Südkorea in U-Haft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:58 24.06.2016
Durchsuchung in der VW-Zentrale in Seoul: Ein 52 Jahre alter Manager des Konzerns sitzt in Südkorea in Untersuchungshaft. Quelle: Yonhap

Bezirksgericht in Seoul hatte demnach Haftbefehl erlassen. Volkswagen äußerte sich in Südkorea zunächst nicht dazu. 

Das Unternehmen soll Hunderte von Dokumenten über Emissionswerte, Kraftstoffverbrauch und Lärmtests geschönt haben, um so die Zulassung von Importautos zu erlangen. Es geht Wagen wie den VW Golf und Audi-Modelle, die seit 2010 in Südkorea verkauft wurden. Die Dokumente wurden bei Durchsuchungen von Firmenbüros sichergestellt. Dem Manager drohe jetzt unter anderem eine Anklage wegen Verstoßes gegen das Gesetz zur Reinhaltung der Luft, hieß es in den Berichten.  Die Behörden hatten in den vergangenen Monaten ihre Ermittlungen gegen VW wegen des Skandals um manipulierte Diesel-Abgaswerte erheblich ausgeweitet.

Auch aktuelle Modelle wurden auf die Einhaltung von Abgas-Vorschriften überprüft.  Nach eigenen Abgastests bei mehreren Modellen der Marken VW und Audi hatten die Behörden im vergangenen November eine Rückrufaktion angeordnet. Betroffen sind Autos mit Dieselmotoren der Bauart EA 189, die vor allem zwischen 2008 und 2015 verkauft wurden. Allerdings wird dem Unternehmen vorgeworfen, bislang nur mangelhafte Rückrufpläne für mehr als 125 000 Diesel-Fahrzeuge eingereicht zu haben. 

Audi und VW hatten in Südkorea nach Angaben eines Branchenverbands in den ersten fünf Monaten dieses Jahres zusammen mit über 22 800 Autos einen Marktanteil bei Importwagen von etwa 22,4 Prozent. Der Absatz beider Marken ging in dieser Zeit im Vergleich zum Vorjahr zurück.

dpa

Wolfsburg. Volkswagen will zur Beilegung aller Schadenersatzforderungen aus dem Abgas-Skandal in den USA rund neun Milliarden Euro zahlen. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AP am Donnerstag aus informierten Kreisen.

23.06.2016

Hannover/Wolfsburg. VW-Großaktionär Niedersachsen sieht in seinen Enthaltungen bei der Entlastung zweier Konzernvorstände aus dem Krisenjahr 2015 (WAZ berichtete) kein Misstrauensvotum. „Nein, das ist es nicht“, sagte Wirtschaftsminister Olaf Lies gestern in Hannover über die VW-Hauptversammlung vom Vortag.

23.06.2016

Hannover. Der VW-Großaktionär Niedersachsen verweigert dem Konzernvorstand wegen offener Fragen in der Abgas-Affäre eine komplette Entlastung für das vergangene Jahr. Das Land enthielt sich beim Abstimmen auf der Hauptversammlung am Mittwochabend nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur seiner Stimmen bei einem amtierenden und einem früheren Manager.

23.06.2016