Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Volkswagen VW-Chef Müller: Kurzarbeit trotz Affäre noch kein Thema
Wolfsburg Volkswagen VW-Chef Müller: Kurzarbeit trotz Affäre noch kein Thema
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:20 21.10.2015
VW-Chef Matthias Müller sieht aktuell keinen Anlass dafür "über Kurzarbeit auch nur nachzudenken". Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Anzeige

Müller hatte zuvor zusammen mit Niedersachsens Ministerpräsident und VW-Aufsichtsrat Stephan Weil (SPD) sowie Konzernbetriebsratschef Bernd Osterloh Mitarbeiter in der Golf-Produktion besucht. Der Konzern muss wegen des Abgas-Skandals allein in Deutschland 2,4 Millionen Dieselautos zu Nachbesserungen in die Werkstatt rufen.

Die Aktion beginnt voraussichtlich im Januar.  Der neue VW-Chef hatte Ende September Martin Winterkorn abgelöst. Dieser hatte die Verantwortung für manipulierte Stickoxid-Messwerte übernommen, ein persönliches Fehlverhalten aber zurückgewiesen.

Müller bat um Geduld bei der Suche nach Antworten zur Schuldfrage:
„Es ist nach wie vor so, dass wir in der Aufklärung begriffen sind.“  Parallel dazu gelte es, die richtigen Schlüsse zu ziehen, um ähnlichen Verfehlungen künftig vorzubeugen. Zudem liege ein Hauptaugenmerk auf der Reform der Konzernstrukturen. Das Unternehmen müsse „schlanker, disziplinierter und entscheidungsfreudiger“ werden. 

Weil betonte, dass ein Aspekt derzeit oft zu kurz komme: „Volkswagen ist eine Perle der deutschen Industrie.“ Der Belegschaft sei klar, dass der Konzern durch eine schwierige Phase gehe. Es sei aber gleichzeitig ein starker Wille der Mitarbeiter zu erkennen, für ihr Unternehmen zu kämpfen, um Vertrauen zurückzugewinnen.

dpa

Volkswagen hat den Verkauf von Neuwagen mit Manipulations-Software in der EU gestoppt. In einem Schreiben informierte der Konzern VW-Händler über den Schritt, wie ein Sprecher am Mittwoch bestätigte. In einzelnen Ländern war der Verkauf von betroffenen Dieselautos bereits eingestellt worden.

21.10.2015

Drohende Milliarden-Kosten, Börsenabsturz, Vertrauensverlust bei Kunden und Behörden: Für Volkswagen ist die Wucht der Ereignisse außergewöhnlich, auch wenn schon andere Unternehmen große Skandale erlebt haben. 

21.10.2015

Der evangelische Kirchentag und der Katholikentag wollen auch nach dem Abgas-Skandal die Beziehungen zu ihrem Sponsor Volkswagen fortsetzen. Für die beiden Großveranstaltungen hatte der Konzern in den vergangenen Jahren für die Fahr- und Lieferdienste zwischen 60 und 110 Fahrzeuge zur Verfügung gestellt.

21.10.2015
Anzeige