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Volkswagen VW-Chef: „Investments für E-Autos werden sich rechnen“
Wolfsburg Volkswagen VW-Chef: „Investments für E-Autos werden sich rechnen“
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18:21 12.10.2017
VW-Chef Matthias Müller: Keine Zweifel am Erfolg der Elektromobilität.  Quelle: dpa
Wolfsburg

 Außerdem machte er klar, dass sich die einzelnen Marken des Konzerns stärker voneinander abgrenzen sollen. Und das Bild des Unternehmens in der Öffentlichkeit werden zunehmend wieder positiver.

VW-Konzernchef Matthias Müller hat keine Zweifel am Erfolg der Elektromobilität. Er gehe davon aus, dass sich die Investments schon in wenigen Jahren rechnen werden, sagte Müller am Donnerstag in Wolfsburg nach VW-Angaben vor Top-Managern aller Konzernmarken und aus allen Regionen. Die Kosten für Batterien würden weiter sinken, die Deckungsbeiträge kontinuierlich steigen.

Im Gegenzug dürften sich konventionelle Verbrennungsantriebe wegen der immer härteren Anforderungen bei den Emissionen deutlich verteuern: „In der Übergangszeit, bis sich die Kurven kreuzen – nach meiner These in fünf bis sieben Jahren –, finanzieren wir mit den Gewinnen aus den klassischen Fahrzeugen die Vorleistungen für die künftigen“, sagte er.

Der VW-Konzern hat seit Donnerstag rund 400 Top-Manager zur zweitägigen „Global Top Management Conference“ (GTMC) in die Autostadt nach Wolfsburg geladen. Müller erklärte seiner obersten Führungsriege mit Blick auf E-Mobilität, Digitalisierung und autonomes Fahren: „Wir kümmern uns jetzt endlich mit der nötigen Kraft um die großen Zukunftsthemen. Vieles hatten wir zu lange liegen lassen. Wir sind vielleicht bei einigen Themen etwas spät dran. Aber sicher nicht zu spät.“

Der Diesel-Skandal hatte VW in eine schwere Krise gestürzt. Volkswagen will die Elektromobilität massiv ausbauen. Die Nachfrage nach E-Autos ist vor allem in Deutschland aber weiter schwach.

Die einzelnen Marken des Konzerns sollen sich laut Müller künftig stärker voneinander abgrenzen. „Mit dem Vorstandsbeschluss vom September sind die Weichen gestellt: Für Europa wurden 14 Kundengruppen definiert und im Bezug auf ihr Mobilitätsverhalten analysiert“, so Müller. Auf dieser Grundlage sei jetzt ein Zielbild für die drei großen Volumenmarken VW, Seat und Skoda im Vorstand verabschiedet worden. „Das ist keine Fingerübung, sondern verbindlicher Referenzrahmen für Markenpositionierung, Produktplanung, Auftritt der Marken vor Kunde. (...) Im nächsten Schritt erfolgt die Ausweitung auf Premiumsegmente und andere Regionen“, erklärte Müller.

Zum Bild des VW-Konzerns in der Öffentlichkeit sagte Müller: „In dem Maße, in dem die Veränderungen, die wir im Konzern in Gang gesetzt haben, sichtbar und verstanden werden, wird auch unser Bild in der Öffentlichkeit wieder differenzierter und positiver ausfallen. Die IAA in Frankfurt mit der ausgesprochen positiven Berichterstattung über unsere Elektrooffensive und die Neuheiten der Marken war dafür ein wichtiger Schritt.“

Von dpa, der Redaktion

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