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VW-Chef: Die Jahresziele sind nicht in Gefahr

Volkswagen VW-Chef: Die Jahresziele sind nicht in Gefahr

Die brenzlige Lage auf Europas Automärkten macht auch Volkswagen zunehmend Sorgen. „Die Einflüsse in Südeuropa haben uns vorsichtiger planen lassen“, sagte Konzernchef Martin Winterkorn gestern zu Beginn von Lateinamerikas größter Automesse in São Paulo.

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Motor Show São Paulo: VW-Chef Martin Winterkorn (l.) und Thomas Schmall, Vorsitzender von Volkswagen do Brasil, neben dem Novo Gol.

Quelle: Friso Gentsch

„Die Lager werden etwas runtergefahren, so dass wir den Start in 2013 hinbekommen“, erklärte Winterkorn. Unter dem Strich sei die schwierige Situation auf den westeuropäischen Märkten aber weiter im Rahmen der Erwartungen. Außerdem sollen Schwellenländer wie Brasilien, China und Russland die Krise in der Heimat abfedern.

Die Ertragsziele für 2012 sieht der VW-Chef nicht gefährdet. „Wir halten an der Prognose fürs Jahresergebnis fest“, bekräftigte Winterkorn. Volkswagen will beim Betriebsgewinn die Marke von 11,3 Milliarden Euro aus dem Vorjahr halten. „Aber wir fahren sehr bewusst und beobachten genau, was passiert.“

Angesichts der massiven Nachfrageschwäche in Euro-Krisenstaaten könnte China möglicherweise einen gewissen Teil der europäischen Produktion auffangen. Winterkorn nannte als Schätzwerte 500.000 Motoren und Getriebe sowie 200.000 Autos – dies werde jedoch nur erwogen, falls der Bedarf im Reich der Mitte entsprechend hoch sei.

Auch Südamerika gerate nach schwierigen Zeiten wieder stärker ins Visier, erklärte der VW-Chef. „Langfristig muss Brasilien an die Hauptnervenstränge des Konzerns angeschlossen werden“, sagte er zu den Plänen, das kostensparende Baukasten-System auf die Fertigung für den Riesenmarkt zu übertragen.

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