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Volkswagen VW-Betriebsratschef fordert straffere Führung des Konzerns
Wolfsburg Volkswagen VW-Betriebsratschef fordert straffere Führung des Konzerns
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13:46 19.04.2018
VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh: „Auch mal auf den Tisch hauen.“ Quelle: AFP
Wolfsburg

VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh erwartet vom neuen Chef Herbert Diess eine straffere Führung des Konzerns. Er wolle keine komplette Rückkehr zur alten Volkswagen-Welt, sagte Osterloh dem „Manager Magazin“. Aber man könne einen Autohersteller mit 642.000 Mitarbeitern und zwölf Marken nicht basisdemokratisch führen. „Das habe ich schon immer gesagt, und dabei bleibe ich.“

Diess müsse sich jetzt um die großen Synergieprojekte im Konzern kümmern. „Das ist seine vorrangige Aufgabe, und das wird durch die neue Konzernstruktur auch einfacher“, sagte Osterloh.

Auch der bisherige Vorstandschef Matthias Müller hatte die Nutzung von Synergien gefordert. Aber wenn das nicht reiche, „muss ich auch mal auf den Tisch hauen und mich durchsetzen“, sagte Osterloh.

Gunnar Kilian sei eine gute Wahl

Die Wahl seines engsten Vertrauten Gunnar Kilians zum Personalvorstand begründete Osterloh damit, Kilian habe Qualitäten, „die dem Unternehmen helfen; egal ob es um Strategie, Kommunikation oder Kultur“ gehe. Kilian war bislang Generalsekretär des Konzernbetriebsrats.

Auch die VW-Großaktionäre Porsche und Piëch seien sich einig gewesen, „dass Gunnar Kilian eine gute Wahl ist“. Im Übrigen brauche er niemanden, „um Herbert Diess an die Kette zu legen“. Angesichts der starken Position der Arbeitnehmer bei Volkswagen gebe es genug andere Möglichkeiten, den neuen Vorstandschef zu kontrollieren.

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