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Volkswagen VW: Betriebsrat fordert Kulturwandel
Wolfsburg Volkswagen VW: Betriebsrat fordert Kulturwandel
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21:14 17.11.2015
„Ein Team, eine Familie“: Betriebsräte, Vertrauensleute und Referenten der IG Metall trafen sich zur Arbeitsklausur. Quelle: Kevin Nobs

Bei dem Treffen ging es auch um die Ausgestaltung einer neuen Unternehmenskultur bei Volkswagen als Reaktion auf den Abgas-Skandal. „So etwas kann man weder verordnen noch im luftleeren Raum diskutieren. Wir haben deswegen unsere eigene Unternehmenskultur in den Fokus genommen und kritisch diskutiert, was es zu bewahren und was es zu verändern gilt, um die grundsätzliche Haltung der Betriebsräte und Vertrauensleute zu schärfen“, sagte VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh.

Ein „Klima der Angst“, wie es manche Beobachter jetzt bei Volkswagen festmachen wollen, gibt es laut Osterloh nicht. „Wir haben ganz im Gegenteil eine Tradition der qualifizierten Mitbestimmung. Gerade jetzt, wo das Unternehmen eine schwierige Phase durchlebt, ist das ein Vorteil“, betonte der Betriebsratschef. Die Arbeitnehmer erwarteten deshalb, dass das Management die Belegschaft in die wichtigen Diskussionsprozesse mit einbeziehe.

Der Betriebsrat kritisiert außerdem, dass das Management den Ideen der Beschäftigten bislang nicht ausreichend Gehör geschenkt hat. „Was wir brauchen, ist ein anderer Umgang mit den Meinungen von Menschen. Es geht darum, den Beschäftigten zuzuhören und sie ernst zu nehmen“, so Osterloh. Er führte als Beispiel den 400 Seiten starken Ordner an, in dem die Belegschaft konkrete Vorschläge für das Effizienzprogramm gemacht hatte. „Wenn zum Beispiel vernünftige Vorschläge da sind, wie man die Variantenvielfalt bei einzelnen Bauteilen reduzieren kann, um Kosten zu sparen, dann muss man sich auch ernsthaft damit auseinandersetzen. Das ist manchmal nicht genug passiert.“

Im Abgasskandal wollen sich VW-Konzernmanager Ende dieser Woche in den USA mit Vertretern der US-Umweltbehörden treffen. Dort sollen Vorschläge vorgestellt werden, wie die Abgasmanipulationen behoben werden können. In Konzernkreisen wurden am Dienstag entsprechende Medienberichte bestätigt.

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