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Volkswagen VW-Affäre: Industriepfarrer fordert Respekt für Mitarbeiter
Wolfsburg Volkswagen VW-Affäre: Industriepfarrer fordert Respekt für Mitarbeiter
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16:06 05.11.2015
Quelle: dpa

Die Mitarbeiter müssten oft Rede und Antwort für etwas stehen, das nicht sie selbst, sondern nur eine überschaubare Anzahl von Personen zu verantworten hätten, sagte der evangelische Theologe am Donnerstag. „Viel Häme wird in diesen Tagen ausgeschüttet.“

In diesem Zusammenhang erinnerte Schladebusch auch an die Bedeutung der Zehn Gebote der Bibel. „Es braucht nur diese zehn Sätze, um zu verstehen, dass kein Mensch ohne Fehler und Schuld ist.“ Die Gebote seien Leitplanken, die ermöglichten, dass die eigene Freiheit nicht die Freiheit des anderen beschneide. „Was wir alle brauchen ist mehr Menschlichkeit, Besonnenheit und Selbstdisziplin.“

Zugleich begrüßte der Industriepfarrer, dass der Konzern sich zu den Unregelmäßigkeiten der CO2-Werte bekenne. „Das ist ein gutes Zeichen von Transparenz und dem Willen zu einem ehrlichen Neuanfang, das Respekt verdient.“ Er sei überzeugt, dass der Konzern auf diesem Weg gestärkt aus der Krise hervorgehen könne.

VW habe seit dem Neuanfang nach dem Zweiten Weltkrieg zahlreiche Erfahrungen in der Bewältigung von Krisen gesammelt und könne diese nun nutzen, sagte er. Zum Beispiel die partnerschaftliche Mitbestimmung in dem Konzern sei ein wichtiger Faktor, um neu durchzustarten.

epd

Wolfsburg/Braunschweig. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig prüft auch im VW-Skandal um falsche CO2-Angaben die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens. „Wir prüfen das natürlich, das ist unsere Aufgabe“, sagte Oberstaatsanwalt Klaus Ziehe.

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Um das Diesel-Problem im Problemmarkt USA in den Griff zu bekommen, prüft Volkswagen den Austausch der betroffenen Fahrzeuge durch Neuwagen. Der Umtausch könnte bis zu zehn Milliarden Euro kosten.

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Wegen des VW-Skandals will die EU-Kommission die nationalen Behörden und ihre Kfz-Zulassungsstellen schärfer unter die Lupe nehmen. „Die Genehmigungssysteme der Mitgliedstaaten haben versagt“, sagte EU-Industriekommissarin Elzbieta Bienkowska der „Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstag). „Wir wollen künftig kontrollieren und überprüfen, ob die nationalen Behörden ordnungsgemäß arbeiten.“

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