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Streik bei Schnellecke in Braunschweig: Bald auch Wolfsburg betroffen?

Tarifstreit Streik bei Schnellecke in Braunschweig: Bald auch Wolfsburg betroffen?

Die Gewerkschaft Verdi hatte im Tarifstreit der Logistikbranche bei Schnellecke in Braunschweig zum Streik aufgerufen. Wenn auch am nächsten Verhandlungstag kein Durchbruch erzielt wird, könnte es zum Streik bei Schnellecke in Wolfsburg kommen – mit möglichen Folgen fürs VW-Stammwerk.

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Streik bei Schnellecke in Braunschweig: Nach dem 30. November könnte auch der Wolfsburger Stammsitz des Unternehmens betroffen sein.

Quelle: IG Metall

Braunschweig/Wolfsburg. Im Tarifstreit in der Speditions-, Logistik- und Kurierbranche wurde nach einer ergebnislosen Verhandlungsrunde am Mittwoch die Unternehmensgruppe Schnellecke in Braunschweig bestreikt. Gut möglich, dass die IG Metall nach dem nächsten Verhandlungstag am 30. November auch am Standort Wolfsburg zum Ausstand aufruft.

„Wir wollen endlich einen modernen und zukunftsfähigen Tarifvertrag, wo sich die Kolleginnen und Kollegen auch wieder finden“, sagte René Kissau, Betriebsrat bei Schnellecke und Mitglied der Verdi-Verhandlungskommission. Doch die dritte Verhandlungsrunde am Montag in Hannover war ohne Ergebnis geblieben.

Verdi fordert Einkommensverbesserungen in Höhe von 6,5 Prozent für zwölf Monate, die Einführung von Erfahrungsstufen nach Betriebszugehörigkeit und eigenständige Entgelttabellen für die Bereiche der Kurier-, Express und Paketbranche und der Kontraktlogistik. Weitere Verbesserungen sollen mehr Urlaub (30 statt 27 ), eine Anhebung des Nachtarbeitszuschlags von 15 auf 30 Prozent und die Angleichung der Spesensätze auf das Niveau der gesetzlichen Freibeträge sein.

Nach dem Streik am Mittwoch bei Schnellecke in Braunschweig könnte bald auch der Wolfsburger Stammsitz an der Reihe sein – falls der nächste Verhandlungstag am Donnerstag, 30. November, kein für die IG Metall akzeptables Ergebnis bringt. „Dann müssen wir mehr Druck nachlegen“, sagt Sven Paschke, Verdi-Gewerkschaftssekretär aus Wolfsburg.

Die Logistiksparte von Schnellecke ist in Wolfsburg an den Just-in-time-Transporten aus umliegenden Standorten für das Wolfsburger VW-Werk beteiligt. Paschke weiß: „Der Streik kann dann natürlich auch Folgen für VW haben.“

Von Kevin Nobs

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