Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Volkswagen Streik bei Schnellecke in Braunschweig: Bald auch Wolfsburg betroffen?
Wolfsburg Volkswagen Streik bei Schnellecke in Braunschweig: Bald auch Wolfsburg betroffen?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:42 22.11.2017
Streik bei Schnellecke in Braunschweig: Nach dem 30. November könnte auch der Wolfsburger Stammsitz des Unternehmens betroffen sein. Quelle: IG Metall
Braunschweig/Wolfsburg

Im Tarifstreit in der Speditions-, Logistik- und Kurierbranche wurde nach einer ergebnislosen Verhandlungsrunde am Mittwoch die Unternehmensgruppe Schnellecke in Braunschweig bestreikt. Gut möglich, dass die IG Metall nach dem nächsten Verhandlungstag am 30. November auch am Standort Wolfsburg zum Ausstand aufruft.

„Wir wollen endlich einen modernen und zukunftsfähigen Tarifvertrag, wo sich die Kolleginnen und Kollegen auch wieder finden“, sagte René Kissau, Betriebsrat bei Schnellecke und Mitglied der Verdi-Verhandlungskommission. Doch die dritte Verhandlungsrunde am Montag in Hannover war ohne Ergebnis geblieben.

Verdi fordert Einkommensverbesserungen in Höhe von 6,5 Prozent für zwölf Monate, die Einführung von Erfahrungsstufen nach Betriebszugehörigkeit und eigenständige Entgelttabellen für die Bereiche der Kurier-, Express und Paketbranche und der Kontraktlogistik. Weitere Verbesserungen sollen mehr Urlaub (30 statt 27 ), eine Anhebung des Nachtarbeitszuschlags von 15 auf 30 Prozent und die Angleichung der Spesensätze auf das Niveau der gesetzlichen Freibeträge sein.

Nach dem Streik am Mittwoch bei Schnellecke in Braunschweig könnte bald auch der Wolfsburger Stammsitz an der Reihe sein – falls der nächste Verhandlungstag am Donnerstag, 30. November, kein für die IG Metall akzeptables Ergebnis bringt. „Dann müssen wir mehr Druck nachlegen“, sagt Sven Paschke, Verdi-Gewerkschaftssekretär aus Wolfsburg.

Die Logistiksparte von Schnellecke ist in Wolfsburg an den Just-in-time-Transporten aus umliegenden Standorten für das Wolfsburger VW-Werk beteiligt. Paschke weiß: „Der Streik kann dann natürlich auch Folgen für VW haben.“

Von Kevin Nobs

Mehr als 70 Milliarden Euro investiert der Volkswagen-Konzern zwischen 2018 und 2022. Rund 22,8 Milliarden Euro fließen in die weltweiten Standorte der Marke VW Pkw, um deren Zukunftsfähigkeit sicherzustellen.

20.11.2017

Christine Hohmann-Dennhardt wechselte 2015 von Daimler zu VW. Möglicherweise ein Fehler, wie sie sagt. Die ehemalige Chef-Aufklärerin verließ den Konzern nach nur einem Jahr und äußerte sich jetzt zur Diesel-Affäre.

20.11.2017

Drei Milliarden Euro fließen bis 2022 in den VW-Standort Wolfsburg. Im Stammwerk wird künftig die Produktion der Golf-Familie gebündelt, außerdem soll ein Elektro-SUV kommen. So könnten in der Fabrik am Mittellandkanal mehr als 900.000 Fahrzeuge pro Jahr gebaut werden.

17.11.2017