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Volkswagen Stellenabbau bei VW trifft im Wesentlichen Wolfsburg
Wolfsburg Volkswagen Stellenabbau bei VW trifft im Wesentlichen Wolfsburg
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11:32 13.03.2019
Am Mittwoch findet in Wolfsburg die Jahrespressekonferenz der Marke Volkswagen Pkw statt. VW stellt die Bilanz 2018 vor. Quelle: Volkswagen AG
Wolfsburg

Nach der Jahrespressekonferenz des Gesamtkonzerns Volkswagen vom Dienstag fand am Mittwoch, 13. März, die Jahrespressekonferenz 2019 der Marke Volkswagen Pkw in Wolfsburg statt. Eine Aufzeichnung der Jahrespressekonferenz der Marke VW sehen Sie hier:

Video: Aufzeichnung der Jahrespressekonferenz

Volkswagen will sich für die Zukunft rüsten und weitere Einsparungen vornehmen. Deswegen will der Autokonzern tausende Stellen im Unternehmen streichen - ein Großteil davon in Wolfsburg. Das Wichtigste in Kurzform:

+++ 10.10 Uhr +++ Osterloh warnt vor Zwei-Klassen-Gesellschaft

Betriebsratschef Bernd Osterloh warnte vor einer Zwei-Klassen-Belegschaft. Der Vorstand müsse wissen, dass es bei den Angeboten zur Altersteilzeit keinen Unterschied zwischen Verwaltung und Produktion geben könne. Der Vorstand habe sich bisher geweigert, die Jahrgänge nach 1961 für die Altersteilzeit freizugeben, obwohl viele Kollegen nach einem langen und harten Arbeitsleben darauf warteten, so Osterloh.

„Wir müssen jetzt eine Betriebsvereinbarung abschließen, die unsere Informations- und Mitbestimmungsrechte regelt“, sagte Osterloh und verwies auf die bestehende Beschäftigungssicherung bis Ende 2025. Für die Altersteilzeit könne es nur das Prinzip der doppelten Freiwilligkeit geben, bei der die Aufgabe entfällt und der Betroffene auch in den Ruhestand will.

Hintergrund ist, dass VW derzeit viel Geld in moderne IT-Systeme investiert. Das eröffnet Spielraum für das Management, über Stellenstreichungen Kosten zu sparen. Bereits seit einigen Tagen steht ein weiterer Personalabbau bei der Marke VW im Raum. Zudem will Volkswagen die Modellvielfalt reduzieren und Materialkosten senken.

+++ 10.00 Uhr +++ Stellenabbau trifft im Wesentlichen Wolfsburg

Der Stellenabbau betrifft “natürlich im Wesentlichen Wolfsburg, weil wir in Wolfsburg die großen Verwaltungsbereiche haben”, sagte VW-COO Ralf Brandstätter.

+++ 9.50 Uhr +++ VW nennt Details zum Stellenabbau

Die abzubauenden Stellen bei VW sollen in der Verwaltung wegfallen. Inklusive der technischen Entwicklung beschäftigt VW in indirekten Bereichen rund 54 000 Mitarbeiter. Die allgemeinen Sachkosten und der Personalbedarf in der Verwaltung sollten um 15 Prozent gesenkt werden, hieß es vom Unternehmen.

In den kommenden drei Jahren sieht der bei der Kernmarke fürs Tagesgeschäft zuständige Manager Ralf Brandstätter das Potenzial für wegfallende Stellen insgesamt sogar bei rund 11 000 Jobs. Denn jetzt stehen die geburtenstarken Jahrgänge von Anfang und Mitte der 1960er Jahre kurz vor dem Ruhestand.

VW-Chef Herbert Diess hat am Dienstag in Wolfsburg die Geschäftszahlen des Volkswagen-Konzerns für 2018 bekanntgegeben.

+++ 8.30 Uhr +++ Volkswagen-Kernmarke liefert im Februar weniger Autos aus

Die Schwäche des wichtigen chinesischen Automarktes lastet weiter auch schwer auf der Verkaufsbilanz von Volkswagen. Die Kernmarke VW Pkw lieferte im vergangenen Monat weltweit 398 100 Autos aus und damit 2,2 Prozent weniger als vor einem Jahr, wie das Unternehmen am Mittwoch in Wolfsburg mitteilte.

Vor allem in China sorgte ein weiterer Rückgang für einen Dämpfer. In dem Land verunsichert der Zollstreit mit den USA sowie das schwächere Wirtschaftswachstum die Kunden, die sich mit dem Autokauf zurückhalten. China steht bei der Marke für rund die Hälfte aller verkauften Autos. In Deutschland und Europa legte Volkswagen hingegen leicht zu. Nach den ersten beiden Monaten steht bei VW ein Minus von 2,9 Prozent zu Buche.

+++ 8.04 Uhr +++ Volkswagen will bis zu 7000 Stellen streichen

Bereits im Vorfeld der Pressekonferenz teilte der Volkswagen-Konzern mit, dass man bei seiner Kernmarke VW Pkw in den nächsten fünf Jahren zusätzlich 5000 bis 7000 Stellen streichen will. Routineaufgaben sollen automatisiert werden. Volkswagen will so ab 2023 eine Gewinnverbesserung von 5,9 Milliarden Euro jährlich erzielen.
( > Ausführliche Infos: Zum Artikel)

+++ 12.03.2019 +++ Harter Sparkurs bei VW

Volkswagen setzt voll auf Elektromobilität und braucht dafür in Zukunft weniger Arbeiter. Bereits am Dienstag hatte VW-Chef Herbert Diess einen harten Sparkurs und einen damit verbundenen Job-Abbau angekündigt: „Ein E-Auto lässt sich mit etwa 30 Prozent weniger Aufwand herstellen als ein Verbrenner“, sagte Diess. „Und es wird schwer, das nur mit Fluktuation und Altersteilzeit zu schaffen.“ Betriebsbedingte Kündigungen schloss Diess aber aus.

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