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Start für Elektro-Shuttle

VW-Mobilitätskonzept Start für Elektro-Shuttle

Auf einer Fahrt nimmt ein Taxi mehrerer Fahrgäste auf und setzt sie wieder ab: Mit diesem Konzept will die VW-Tochter Moia ab 2018 im Hamburg an den Start gehen. Den zugehörigen vollelektrischen Minibus stellte sie jetzt in Berlin vor.

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Premiere für den Mini-Bus: In Berlin stellte die VW-Tochter Moia gestern ihr vollelektrisches Shuttle vor, mit dem sich Fahrgäste eine Tour teilen können. Moia-Chef Ole Harms (l.) und VW-Vorstandsvorsitzender Matthias Müller wollen so den Verkehr in Städten entlasten.

Quelle: Volkswagen

Berlin.  Der Volkswagen-Konzern will für weniger Autos auf den Straßen sorgen, zumindest in überfüllten Metropolen. Auf der Konferenz TechCrunch Disrupt in Berlin stellte die VW-Tochter Moia am Montag ihr erstes eigenes Fahrzeug vor, einen vollelektrischen Mini-Bus, der quasi als Taxi samt Fahrer unterwegs ist. Der Clou: Fahrgäste können sich eine Tour teilen.

Moia-Chef Ole Harms stellte den Bus vor, der bis zu sechs Fahrgästen Platz bietet. Das Fahrzeug auf Basis des VW Crafter wurde gemeinsam mit VW Nutzfahrzeuge und VW Osnabrück in zehn Monaten geplant, entwickelt und gebaut. Es soll mit seiner Lithium-Ionen-Batterie eine Reichweite von gut 300 Kilometern haben und in rund 30 Minuten auf 80 Prozent Ladekapazität aufgeladen werden. Mit einer Batterieladung sollen die Fahrer eine komplette Schicht bestreiten können.

So funktioniert das Prinzip: Der Fahrgast ordert das Shuttle per App. Auf dem Weg zum Ziel ermitteln Algorithmen für den Fahrer, welche weiteren Fahrgäste auf der Route eingesammelt und befördert werden können. So soll die Auslastung der Fahrzeuge steigen sowie Umwege und Leerfahrten vermieden werden. Die Preise sollen zwischen einem Ticket im Öffentlichen Personennahverkehr und einer Taxifahrt liegen.

Das Shuttle ist Teil einer größer angelegten Mobilitäts-Strategie von Moia: Das so genannte Ride-Pooling-Konzept (das Bilden von Fahrgemeinschaften) soll von kommendem Jahr an Städte spürbar von Verkehr entlasten. „Wir sind ab 2018 bereit, international durchzustarten und unser Ziel zu verwirklichen, bis 2025 die Städte Europas und der USA um eine Million Fahrzeuge zu entlasten“, sagte Harms. VW nehme dabei in Kauf, dass unter den ersetzten Fahrzeugen auch Wagen aus dem eigenen Konzern seien, sagte VW-Strategiechef Thomas Sedran. „Wenn wir das nicht machen, dann erledigen das andere.“

Zum Auftakt sollen 200 Moia-Shuttles in Hamburg fahren. In drei Jahren sollen es rund 1000 sein, die rund ein Prozent des Transportaufkommens ausmachen.

Von der Redaktion

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