Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Volkswagen Neuer VW-Chef soll auf Dialog statt Konfrontation setzen
Wolfsburg Volkswagen Neuer VW-Chef soll auf Dialog statt Konfrontation setzen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:50 11.04.2018
Vor der Ablösung: VW-Konzernchef Matthias Müller. Quelle: dpa
Berlin

 Der SPD-Verkehrspolitiker Sören Bartol erhofft sich durch den geplanten Wechsel an der VW-Spitze eine bessere Zusammenarbeit des Autokonzern mit der Politik. „Ich hoffe, dass die Politik mit einem neuen Konzernchef einen Ansprechpartner bekommt, der auf Dialog und nicht auf Konfrontation setzt“, sagte der SPD-Fraktionsvize am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Das setzt jedoch ein Grundverständnis voraus, dass die Hersteller bei der Entwicklung von neuen sauberen Autos noch eine Schippe drauflegen müssen.“

Diesel-Skandal: Der SPD-Verkehrspolitiker Sören Bartol (kl. Foto) wünscht sich Dialogbereitschaft vom neuen VW-Konzernchef. Quelle: Montage (WAZ)

Ein Wechsel an der VW-Konzernspitze könnte für die Beschäftigten Klarheit bringen, wie der Autobauer den Spurwechsel zu neuen sauberen Antrieben schaffen wolle, meinte Bartol.

VW plant im Zuge eines Konzernumbaus auch einen Wechsel an der Führungsspitze. Der bisherige VW-Markenchef Herbert Diess soll den amtierenden Konzernchef Matthias Müller ablösen, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Konzernkreisen erfahren hatte.

Aus Sicht von FDP-Fraktionsvize Michael Theurer muss VW den Konzernumbau zu einem „Befreiungsschlag“ nutzen. Theurer sagte am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin: „Dazu ist das Signal "Ja. Wir haben verstanden!" erforderlich. Konkret heißt das, die Übernahme der Kosten für Hardware-Nachrüstungen für den maßgeblich von VW verursachten Dieselskandal zu übernehmen.“ Zudem müsse der neue Vorstandsvorsitzende Forderungen des aktuellen VW-Chefs Matthias Müller nach Einführung von Fahrverboten in Form einer blauen Plakette zurückziehen.

Die Grünen kritisierten, Personalpläne änderten wenig daran, dass VW sich aus ihrer Sicht bisher nicht ausreichend aus den Folgen des Diesel-Skandals gelernt habe. „Egal, wer an der Spitze steht: Der Konzern hat sich nach all den Jahren des Betrugs seiner Verantwortung immer noch nicht gestellt“, meinte Parteichefin Annalena Baerbock. „Wir brauchen die verpflichtende Nachrüstung für die manipulierten Fahrzeuge auf Kosten der Konzerne.“ Die Autobauer lehnen Umbauten an der Motor- und Abgas-Hardware für weniger Schadstoffausstoß ab.

Mehr zum Thema:

Auch VW-Personalchef muss Posten räumen

Ende einer Dienstfahrt: Warum VW-Konzernchef Müller gehen muss

VW-Chefwechsel: „Wichtig ist, dass es gut weiter geht“

Wechsel bei VW: Das sagen bekannte Wolfsburger

Von dpa