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Volkswagen Cheflobbyist Thomas Steg zurück bei VW
Wolfsburg Volkswagen Cheflobbyist Thomas Steg zurück bei VW
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15:46 06.06.2018
Der VW-Konzern sieht sich im Skandal um Abgastests an Affen entlastet, der beurlaubte Cheflobbyist Thomas Steg darf zurückkommen. Quelle: dapd
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Wolfsburg

Im Januar brach die Empörung über VW herein: Der Konzern hatte in einem Projekt mit Daimler und BMW lebende Affen Autoabgasen aussetzen lassen. 2014 ließ man in einem US-Labor neben den Affenkäfigen einen VW Beetle mit Dieselmotor laufen, um die Harmlosigkeit der Emissionen zu beweisen. „Überflüssig und wissenschaftlich nutzlos“, wie Thomas Steg am Mittwoch in Wolfsburg sagte. Der Cheflobbyist hatte sich nach Bekanntwerden der Versuche beurlauben lassen, sei aber „voll rehabilitiert“, sagte Hiltrud Werner, die im VW-Vorstand für Rechtsfragen zuständig ist.

Steg „vollumfänglich rehabilitiert“

Mehr als vier Monate wurde untersucht, wie es zu den – nach VW-Angaben legalen – Tierversuchen kommen konnte. Demnach gab die EUGT, ein Gemeinschaftsunternehmen von VW, Mercedes und BMW für Forschungszwecke, die Test 2013 beim US-Institut LRRI in Auftrag. Die amerikanische Tierschutzkommission habe das Projekt ethisch geprüft und genehmigt. Auf Stegs Wolfsburger Schreibtisch sei das Projekt nur gelandet, weil die EUGT die Haftung für den verwendeten VW Beetle klären wollte. Ansonsten habe die EUGT völlig selbstständig agiert, betonte Werner.

Steg entschuldigte sich erneut dafür, dass er die Tests 2013 nicht gestoppt hatte. Er sei aber weder für Planung, noch den Auftrag oder die Genehmigung zuständig gewesen, sagte der ehemalige stellvertretende Sprecher der Bundesregierung. Ihm seien „keine persönlichen rechtlichen Verfehlungen vorzuwerfen“, sagte Werner. Steg sei „vollumfänglich rehabilitiert“ und leite mit sofortiger Wirkung wieder die Außenbeziehungen des Konzerns, das Lobbying. Werner sieht das inzwischen aufgelöste Gemeinschaftsunternehmen EUGT in der Verantwortung, in dessen Gremien allerdings auch - zum Teil beurlaubte - Mitarbeiter der Hersteller saßen.

VW prüft alle wissenschaftlichen Kooperationen

Um weitere Skandale zu verhindern, lässt der Konzern jetzt alle wissenschaftlichen Kooperationen überprüfen. Allein in Deutschland seien das mehr als 1000. Tierversuche werde es im Auftrag des Unternehmens nicht mehr geben - es sei denn, der Gesetzgeber schreibe sie vor. „Wir sind entschieden gegen Tierversuche“, sagte Werner. „Für Fragen von Mobilität und Verkehr sind sie verzichtbar.“

Von Stefan Winter/RND

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