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Volkswagen Mensch und Roboter Hand in Hand
Wolfsburg Volkswagen Mensch und Roboter Hand in Hand
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21:32 08.12.2017
Probe am Modell: In Zukunft sollen alle Autos bei der Instandnahme einen Sender tragen, der den Verarbeitungsstatus an eine zentrale Datenwolke sendet.
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Sandkamp

Selbst denkende Roboter und eine vollvernetzte Fabrik:Am Donnerstag öffnete das Werk seine Tore für Pressevertreter aus aller Welt und stellte die neuesten technischen Entwicklungen vor. „Digitalisierung ist eine Schlüsselkompetenz für die Fahrzeugherstellung“, erklärte Dr. Martin Goede, Leiter von Technologieplanung und Entwicklung bei VW.

Die vielversprechendsten neuen Technologien kommen bei VW ins sogenannte Kompetenzzentrum. Hinter dem Namen verbirgt sich eine Art Gewächshaus für Ideen: In einer großen Halle erproben, verwerfen und verbessern Mitarbeiter neue technische Möglichkeiten. Drei Jahre hat jede Erfindung Zeit, um zu reifen – dann wird sie in die Fabrik verpflanzt.

Roboter beim Verschrauben: Für Menschen auf Dauer eine zu umständliche Bewegung Quelle: Volkswagen AG

An einer Station verschraubt zum Beispiel ein Roboter die Pedale im Fußraum des Autos. „Wenn sich da ein Mitarbeiter jede Minute einmal reinlehnen muss, ist das ergonomisch ungünstig und braucht viel Zeit“, erklärte Paul Richter, der die Anlage vorführte. Das eigentlich Innovative an diesem Roboter: Während er im Fußraum hantiert, kann ein Mitarbeiter am Rest des Autos arbeiten. Klassische Industrieroboter sind zu groß und schwer – um die Menschen nicht zu gefährden, müssen sie bislang noch in abgesperrten Bereichen arbeiten.

Doch der Trend geht zur Mensch-Roboter-Kooperation, kurz MRK, bei der Mensch und Maschine zusammen-, oder doch zumindest parallel arbeiten. In einer anderen Ecke der Halle hat ein Roboter gelernt, langsamer zu werden oder sich vorsichtshalber ganz abzuschalten, wenn ein Mensch ihm gefährlich nah kommt.

Weniger Arbeit für den Mitarbeiter: Bis auf fünf Zentimeter findet der Befüll-Roboter selbst an die Tanköffnung heran. Quelle: Volkswagen AG

Ganz ohne menschliche Mitarbeit sollen eines Tages Materialien und Bauteile über das Werksgelände transportiert werden. Eine zentrale Steuerungsintelligenz soll dann mithilfe einer Daten-Cloud den Überblick behalten.Wie viel Mensch wird am Ende überhaupt noch gebraucht? Martin Goedes Antwort: „Die Zahl der Produktioner wird sich nicht nennenswert verändern.“ Verlagern werden sich allerdings die Aufgabenbereiche, so viel wurde bei der Führung ersichtlich.

Von Frederike Müller

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