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Volkswagen Mehr Frauen ins Top-Management
Wolfsburg Volkswagen Mehr Frauen ins Top-Management
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22:45 17.10.2011
Frauen in Führungspositionen: Auch Volkswagen will den Anteil weiblicher Führungskräfte in den nächsten Jahren erhöhen.

Bei dem Treffen in Berlin mit Frauenministerin Kristina Schröder (CDU), Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) erklärten die Personalvorstände der DAX-Unternehmen, den Anteil von Frauen im Management freiwillig zu erhöhen. Bundesarbeitsministerin von der Leyen sprach sich erneut für eine gesetzlich verankerte einheitliche Quote aus.

VW-Personalvorstand Dr. Neumann erklärte, mit differenzierten Quoten und selbstgesetzten Zielen mache Volkswagen bei der Förderung von Frauen gute Erfahrungen. Dies sei ein Weg, „der die Chancengleichheit fördert, betriebswirtschaftlich Sinn macht und realistisch ist“, so Neumann

Für den Oberen Managementkreis hat sich Volkswagen für 2020 einen Frauenanteil von zwölf Prozent vorgenommen, nach 6,5 Prozent im vergangenen Jahr. Im Top-Management heißt das Ziel elf Prozent bis 2020, 4,3 Prozent waren es 2010.

Der Meisterinnen-Anteil soll von aktuell 3,2 Prozent auf zehn Prozent im Jahr 2020 steigen.

Die deutschen Großunternehmen wollen mehr Frauen in Führungspositionen bringen: Bis spätestens 2020 soll der Anteil auf bis zu 35 Prozent steigen. Braucht es eine gesetzliche Frauenquote? Die WAZ hörte sich bei VW-Mitarbeitern um.

„Ich bin für die Frauenquote“, sagt Martin Schulz (24) aus der Golf-Fertigung. Mit weiblichen Vorgesetzten habe er nur gute Erfahrungen gemacht. „Die Kommunikation mit Frauen läuft häufig besser“, so Schulz.

Auch Hayri Hekimoglu (23) aus der Karosseriefertigung ist für eine Frauenquote – bei großen Konzernen sogar per Gesetz. „Wenn ich mir bei den Betriebsversammlungen den Vorstand angucke, dann sehe ich dort nur Männer sitzen“, bemängelt Hekimoglu.

Dagegen hält Ilona Arndt (43) aus der Tiguan-Fertigung „gar nichts“ von einer Frauenquote. „Das soll jedes Unternehmen selbst regeln“, so Arndt. Sie hält Männer sogar für die besseren Vorgesetzten.

Ähnlich sieht es Frank Drews (54) aus der Fahrzeugfertigung: „Es kann nicht sein, dass ein hochqualifizierter Mann für eine Frau zurücksetzen muss.“

Bessere Chancen für Frauen erhofft sich Markus Schmidtke (28) aus der Tiguan-Fertigung durch eine Quote. „Ich hoffe, dass sie auch erfüllt wird, wenn sie freiwillig ist.“

Mario Schrader (51) aus der Qualitätssicherung ist skeptisch: „Bei VW läuft es doch gut. Warum sollte man etwas ändern?“