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Volkswagen Leiharbeiter fordern Weiterbeschäftigung
Wolfsburg Volkswagen Leiharbeiter fordern Weiterbeschäftigung
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09:00 18.12.2017
Demo am Tor 17: Leiharbeiter aus Wolfsburg, deren Verträge am 22. Dezember auslaufen, kämpfen um ihre Jobs. Quelle: Boris Baschin
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Stadtmitte

Leiharbeiter aus Wolfsburg kämpfen für ihre Jobs. Ihre Verträge laufen am 22. Dezember aus, die Chancen auf Weiterbeschäftigung sind gering, trotzdem versammelten sich über 50 Betroffene am Samstag an Tor 17 des VW-Werks zu einer Demo. Sie verteilten Flugblätter, auf denen sie ihre Situation schildern. Viele VW-Mitarbeiter, die gerade von der Schicht kamen, nahmen die Flyer mit.

„Wir wollen ein Zeichen setzen“

Die Leiharbeiter hoffen und wünschen sich eine Festanstellung bei Volkswagen Nutzfahrzeuge in Hannover. „Wir wissen, dass die Chancen für uns nicht gut sind, aber wir kämpfen für alle Leiharbeiter“, sagte eine junge Frau. „Wir wollen ein Zeichen setzen, dass man so nicht mit uns Leiharbeitern umgehen kann.“ Die Leiharbeiter, die jetzt kurz vor Weihnachten ihre Kündigung bekamen, fühlen sich von VW im Stich gelassen. Aber es gebe viel Solidarität – von anderen Betroffenen, von Stammwerkern, aber auch von Mitarbeitern anderer Unternehmen wie BMW und Airbus, erzählte eine junge Frau.

„Für gleiche Arbeit muss es gleiches Geld geben“

Seit Februar arbeitet sie und 199 weitere Leiharbeiter aus Wolfsburg im Werk in Hannover. Eingestellt worden waren sie 2015 von der Autovision für die Golf- und Tiguan-Fertigung. In Wolfsburg hätten sie im April 2017 mit Kündigung rechnen müssen, in Hannover galten die Verträge vorerst bis Oktober, dann gab es eine Verlängerung bis Dezember. Jetzt ist endgültig Schluss. Ein Versprechen für eine langfristige Weiterbeschäftigung habe es vor dem Wechsel aber auch nicht gegeben, versichern sowohl Betriebsrat als auch Unternehmen. Anke Nierstenhöfer ist selbst nicht betroffen, trotzdem beteiligte sie sich an der Demo: „Ich ärgere mich über die Unterscheidung in Leiharbeiter und Stammwerker. Für gleiche Arbeit muss es gleiches Geld geben.“

Von Sylvia Telge

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