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Volkswagen Kulturwandel im VW-Konzern „noch ein langer Weg“
Wolfsburg Volkswagen Kulturwandel im VW-Konzern „noch ein langer Weg“
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14:15 23.04.2018
VW-Vorständin Hiltrud Werner: „Wir haben noch einen langen Weg vor uns.“ Quelle: Archiv
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Wolfsburg

Nach Bekanntwerden von Kritik des US-Aufpassers Larry Thompson an der internen Aufarbeitung des Diesel-Skandals bei Volkswagen hat sich Hiltrud Werner, VW-Vorstand für Integrität und Recht, mit einem Brief an die Mitarbeiter gewandt. „Grundsätzlich festzuhalten ist, wie eindringlich unser Monitor in seinem Bericht die Notwendigkeit zu einem Kulturwandel im Volkswagen-Konzern betont“, schreibt Werner über die Arbeit von Thompson, der von den US-Behörden nach dem Abgasskandal als Aufseher (Monitor) bei VW eingesetzt worden ist.

Laut „Bild am Sonntag" monierte der Jurist in einem ersten Bericht an das US-Justizministerium, dass es kaum personelle Konsequenzen bei Volkswagen in Deutschland gegeben habe. Demnach sieht Thompson noch keinen echten Kulturwandel im Konzern. Er vermisse Ernsthaftigkeit in der Sache bei VW.

VW will Empfehlungen des US-Aufsehers umsetzen

VW-Vorstandsfrau Werner erklärt in dem Schreiben an die Mitarbeiter, das der WAZ vorliegt, „die intensive, vertrauensvolle Kooperation mit Thompson und seinem Team“ münde nun in die ersten Berichte an das US-Justizministerium. Diese seien zum Teil strikt vertraulich, andere würden veröffentlicht. „Für die Umsetzung von ersten Empfehlungen des Monitors haben wir jetzt die kommenden Monate Zeit und bitten Führungskräfte und Mitarbeiter, sich intensiv einzubringen.“ Werner räumt ein: „Wir haben noch einen langen Weg vor uns, um den Volkswagen-Konzern in vielen Bereichen neu aufzustellen und zu verändern.“

VW-Aufseher aus den USA: Larry Thompson (Mitte) bei einer Betriebsversammlung in Wolfsburg im Juni 2017 mit dem heutigen Personalvorstand Gunnar Kilian (r.) Quelle: Archiv

Die Bemühungen für Regeltreue und Integrität im Unternehmen sollen auch nach der Zeit des US-Aufsehers fortgesetzt werden. Dazu hat der Konzern laut Werner das Projekt „Together4Integrity“ aufgelegt. Über Details sollen die Mitarbeiter in Kürze informiert werden. Volkswagen wolle auch in diesem Bereich Maßstäbe setzen – „nicht nur den Klassenerhalt schaffen sondern den Pokal holen“, so Werner.

Drei Jahre überwacht Thompson den VW-Konzern

Thompson soll nach dem Abgasbetrug und dem Schuldeingeständnis des Konzerns in den USA sicherstellen, dass sich das Verhalten von Volkswagen nicht wiederholt. Seine Bestellung als so genannter Monitor ist Teil des Milliardenvergleichs zwischen VW und dem US-Justizministerium, drei Jahre lang überwacht er den Konzern.

Von Florian Heintz

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