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Volkswagen Kritik an Audi-Chef Stadlers Nähe zu Piëch
Wolfsburg Volkswagen Kritik an Audi-Chef Stadlers Nähe zu Piëch
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11:51 03.12.2015
Kritik an der Nebentätigkeit von Audi-Chef Rupert Stadler für den VW-Großaktionär Ferdinand Piëch: Einzelne Aufsichtsräte sehen einen Interessenkonflikt. Quelle: Armin Weigel/dpa

Dies berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ in ihrer Donnerstags-Ausgabe. Die Familien Porsche und Piëch halten die auf der Hauptversammlung wichtigen, weil stimmberechtigten Stammaktien der Porsche-Holding. Diese wiederum ist VW-Mehrheitseigner. 

Bei einigen VW-Aufsichtsratsmitgliedern sorgte der Bericht am Donnerstag aber für Verwunderung. Stadlers Nähe zur Familie Piëch sei in dem 20-köpfigen Gremium bislang eigentlich kein Thema gewesen, hieß es aus dem Umkreis. Andere sagten, der Vorgang sei kein Drama, solle aber im VW-Aufsichtsrat nächsten Mittwoch besprochen werden, um jeden Anschein von Regelverstößen auszuschließen. 

Laut „Süddeutscher Zeitung“ hatten Juristen des Konzerns Stadlers Stiftungsmandate geprüft und genehmigt. In den Geschäftsberichten sind sie nicht ausgewiesen. Audi lehnte eine Stellungnahme ab. 

Am Dienstagabend tagt der Audi-Aufsichtsrat in Ingolstadt. Traditionell steht die Planung für das kommende Jahr auf der Tagesordnung. Ein zentrales Thema dürfte aber die Dieselaffäre im Konzern sein. Audi hatte eine Verwicklung zunächst bestritten, musste dann aber doch Abgas-Manipulationen bei seinem Sechszylinder-Turbodiesel einräumen. Betriebsrat und IG Metall hatten verärgert reagiert und von Stadler die lückenlose Aufklärung der Fehler gefordert.

dpa

Volkswagen hat einen Bericht dementiert, nach dem es in den großen deutschen VW-Werken Produktionsstopps infolge der Abgas-Krise gibt. Ein Konzernsprecher wies am Mittwoch einen Bericht der „Wirtschaftswoche“ zurück, wonach die Produktionen in den Werken Wolfsburg, Emden, Zwickau und Dresden Anfang Dezember für vier Tage ruhen soll.

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Volkswagen will sich nach Angaben aus Konzernkreisen noch in dieser Woche Milliardenkredite von mehreren Banken besorgen und damit seine Finanzkraft inmitten des Abgas-Skandals demonstrieren. Das Unternehmen plant voraussichtlich die Unterzeichnung einer „Brückenfinanzierung“ über mehrere Milliarden Euro, wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch erfuhr.

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Bei der Betriebsversammlung im VW-Werk Wolfsburg haben Betriebsrat und Eigentümer gestern an die Belegschaft appelliert, in der Abgas-Krise nicht den Mut zu verlieren. Rund 20.000 Mitarbeiter kamen in Halle 11 zusammen, teilgenommen haben auch Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und der komplette Vorstand um VW-Chef Matthias Müller.

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