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Volkswagen Roboter und Mensch arbeiten zusammen
Wolfsburg Volkswagen Roboter und Mensch arbeiten zusammen
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07:34 21.09.2018
Tag der offenen Tür: IT-Experten wie Jan Wipke (o.) stellten die Möglichkeiten künstlicher Intelligenz vor. Quelle: Roland Hermstein
Wolfsburg

Die Autofabrik von übermorgen entsteht schon heute in den Büros und Forschungsflächen der IT-City in Kästorf. Dort, im Smart Production Lab, arbeiten die IT-Experten von Volkswagen an einer effizienten und sicheren Kooperation von Mensch und Roboter in der Produktion. Und damit an der Zukunftsfähigkeit des VW-Konzerns.

Weltweit arbeitet VW mit verschiedenen Labs: Einheiten, die an verschiedenen Aspekten der Digitalisierung arbeiten. In Kästorf gibt es das Smart Production Lab mit aktuell 40 Mitarbeitern. Darunter Robotik-Experten, Programmierer, Software-Entwickler und Ingenieure. Das Ziel: „Wir wollen selber Know How aufbauen, es nicht mehr extern einkaufen“, sagt Wolfgang Hackenberg, einer von zwei Lab-Leitern. „Wir bilden unsere Experten mittlerweile selber aus.“

Große Hilfe: Mit der richtigen Programmierung können fahrerlose Transporter die Logistik optimieren. Das spart Zeit und Geld. Quelle: Roland Hermstein

Menschenleere Hallen wird es nicht geben

Ziel sei eine effektivere Produktion von Autos mit Hilfe von Robotern – „aber menschenleere Hallen wird es nicht geben!“ Der Vorteil von Wolfsburg: „Wir können Dinge, die wir entwickelt haben, gleich im VW-Werk ausprobieren“, ergänzt der zweite Lab-Leiter Jan Wipke.

Open Lab Day: Beim Tag der offenen Tür in der IT-City stellten Experten die aktuellen Forschungsergebnisse vor. Quelle: Volkswagen

Etwa den „intelligenten“ Roboter „Mirko“, der bereits in Halle 54 in der Triebsatzfertigung eingesetzt wird. Er hat zwei High-Tech-Arme und soll seinem menschlichen Kollegen künftig Werkzeuge oder Bauteile reichen und Komponenten gemeinsam mit ihm montieren – etwa in der Vorderradmontage. Künstliche Intelligenz kann auch den Wareneingang effizienter gestalten, die Logistik im Werk beschleunigen, den Ausfall von Maschinen vorhersagen und Stillstand vermeiden.

Kreativ: Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz könnte auch der Wareneingang beschleunigt werden. Quelle: Roland Hermstein

Gemeinsam mit den Fachbereichen entwickle man Plattform-Lösungen für ein „digitales Ökosystem“ in der Fertigung, „um die steigende Zahl vernetzter Anlagen und Geräte in der Fabrik zu koordinieren, zu verknüpfen und optimal zu steuern“, so Hackenberg. Ziel sei es, Volkswagen schneller, flexibler und effizienter zu machen. Man sei „die Speerspitze für die Transformation von Volkswagen“.

Von Carsten Bischof

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