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Volkswagen Ex-VW-Vorstand Neußer wehrt sich gegen Entlassung
Wolfsburg Volkswagen Ex-VW-Vorstand Neußer wehrt sich gegen Entlassung
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16:22 24.09.2018
Heinz-Jakob Neußer: Klage gegen seine Kündigung.
Wolfsburg

Mehrere im Abgas-Skandal beschuldigte Volkswagen-Mitarbeiter wehren sich gegen ihre Entlassung. Es seien drei weitere Kündigungsschutzklagen im Zusammenhang mit „Dieselgate“ eingegangen, teilte das Arbeitsgericht Braunschweig am Montag mit.

Zwei Kläger hätten in der technischen Entwicklung von Volkswagen gearbeitet, einer sei ein freigestellter Ex-VW-Markenvorstand. Dabei handelt es sich um den früheren Entwicklungschef der Marke VW, Heinz-Jakob Neußer. Zudem habe ein Hauptabteilungsleiter (Leiter der Dieselmotorenentwicklung) geklagt, der im November 2015 von der Arbeit freigestellt worden sei, so das Gericht.

Neußer ist auch in den USA angeklagt

Neußer war 2015 im Zuge des Abgasskandals beurlaubt worden. Er gehört auch zu der Gruppe von VW-Mitarbeitern, die in den USA angeklagt wurden. Neben Neußer will sich Volkswagen auch von weiteren Mitarbeitern trennen, die in die Abgas-Affäre verwickelt sind.

Nach Angaben des Gerichts richten sich die Klagen gegen fristlose beziehungsweise ordentliche Kündigungen, die den Klägern Ende August 2018 zugegangen seien. Die vorsorglichen ordentlichen Kündigungen seien zum 30. September 2019 ausgesprochen worden. Vorgesehen sei je ein Gütetermin mit sich unmittelbar anschließendem Kammertermin.

Der Termin in dem Neußer-Verfahren ist für den 25. Februar 2019 geplant, im anderen Fall ist der 4. März 2019 vorgesehen. Beide Kläger müssten persönlich erscheinen. Im dritten Fall ist für den 29. Oktober 2018 ein Gütetermin angesetzt.

Auch eine Ingenieurin wehrt sich gegen ihre Entlassung

Außerdem klagt eine Ex-VW-Ingenieurin gegen ihre Entlassung. Bei einem Gütetermin vor zwei Wochen war keine Einigung zwischen der Klägerin und Volkswagen möglich. Der Verhandlungstermin ist für den 18. Februar 2019 geplant.

Der nach dem Abgas-Skandal eingesetzte US-Aufseher Larry Thompson hatte jüngst fehlende personelle Folgen der Affäre kritisiert. Die Braunschweiger Staatsanwaltschaft hat 39 Beschuldigte im Fall der Software-Manipulationen beim Stickstoffdioxid-Ausstoß im Visier. Die Anklagebehörde ermittelt unter anderem gegen Ex-VW-Konzernchef Martin Winterkorn wegen Betruges sowie wegen möglicher Marktmanipulation.

Von dpa/der Redaktion