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Volkswagen VW öffnet E-Baukasten auch für andere Hersteller
Wolfsburg Volkswagen VW öffnet E-Baukasten auch für andere Hersteller
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20:45 04.03.2019
Modell des Elektro-Baukastens MEB: VW will die Technologie auch anderen Hersteller zur Verfügung stellen. Quelle: Volkswagen
Genf

Volkswagen wird im Rahmen seiner Elektro-Offensive den Baukasten für batteriegetriebene Autos (MEB) auch anderen Herstellern zur Verfügung stellen. Durch eine möglichst umfangreiche Verbreitung des E-Baukastens sollen die Kosten der Elektromobilität deutlich gesenkt werden, sagte VW-Konzernchef Herbert Diess am Montagabend zum Auftakt des Genfer Automobilsalons.

VW plant ein Fahrzeugprojekt mit Ego Mobile

Als weltweit erster externer Partner soll die Ego Mobile AG aus Aachen den E-Baukasten von Volkswagen nutzen. Ein konkretes Fahrzeugprojekt der beiden Unternehmen wird derzeit geplant. „Ich freue mich, dass wir mit Ego den ersten Partner gefunden haben, der unseren Elektrifizierungsbaukasten als Basis für ein gemeinsam zu bestimmendes Fahrzeugprojekt nutzen wird“, sagte Diess.

VW will Ende 2019 mit dem „ID“ das erste rein elektrisch betriebene Auto auf Basis des neuen E-Baukastens vorstellen. Konzernweit plant Volkswagen „in der ersten Phase“ mit rund 15 Millionen Fahrzeugen auf der MEB-Plattform. „Der MEB soll als Standard der E-Mobilität etabliert werden. Auf seiner Basis machen wir die individuelle Mobilität CO2-neutral, sicher, komfortabel und zugänglich für möglichst viele Menschen“, sagte Diess.

VW investiert 30 Milliarden Euro bis 2023 in E-Mobilität

Volkswagen investiert rund 44 Milliarden Euro bis 2023 für Elektrifizierung, Digitalisierung, Mobilitätsdienste und autonomes Fahren, davon allein 30 Milliarden Euro in die E-Mobilität. Bis 2025 sollen E-Autos rund ein Viertel der Modellpalette ausmachen.

Das Elektroauto-Start-up Ego Mobile arbeitet an verschiedenen kostengünstigen und kundenorientierten Elektrofahrzeugen für den Kurzstreckenverkehr. „Wir freuen uns sehr, dass uns der Volkswagen-Konzern diese Kooperation angeboten hat“, sagte Ego-Mobile-Chef und Firmengründer Günther Schuh. Das Unternehmen könne seine Agilität in der Produktentwicklung und die Stärke beim Bau von Kleinserienfahrzeugen in die Partnerschaft einbringen. „Und wir werden durch die MEB-Plattform noch schneller, robuster und kostengünstiger“, so Schuh.

VW-Konzern zeigt neue Elektroautos in Genf

In Genf zeigt der Volkswagen-Konzern mehrere Elektrofahrzeuge und E-Studien, die in den nächsten Jahren zu den Kunden kommen, wie den Audi e-tron GT, Skoda Vision iV oder das Seat Urban Car. Mit dem Konzeptfahrzeug ID Buggy will VW beim Genfer Automobilsalon außerdem zeigen, wie mit dem MEB auch Kleinserienfahrzeuge einfach und günstig realisiert werden können.

Von der Redaktion

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