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Volkswagen Ex-VW-Chef Winterkorn als Zeuge vor Gericht geladen
Wolfsburg Volkswagen Ex-VW-Chef Winterkorn als Zeuge vor Gericht geladen
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12:31 08.06.2018
Martin Winterkorn ist als Zeuge in der Diesel-Affäre geladen. Quelle: imago/fossiphoto
Stuttgart/Wolfsburg

In den Verfahren um die „Dieselgate“-Klagen von Anlegern soll Ex-VW-Chef Martin Winterkorn im Herbst als Zeuge in Stuttgart aussagen. Das Landgericht hat Winterkorn und 27 andere teils hochrangige Zeugen aus der Autobranche geladen, darunter auch Audi-Vorstandschef Rupert Stadler und Volkmar Denner, den Chef des Zulieferers Bosch. Dies bestätigte ein Sprecher am Freitag, nachdem mehrere Medien darüber berichtet hatten.

Ermittlungen gegen Winterkorn laufen weiter

Gegen Winterkorn laufen selbst Ermittlungen unter anderem wegen möglicher Marktmanipulation. Ob er tatsächlich als Zeuge vor Gericht erscheinen muss und wird, ist daher unklar. Geladen ist er für den 16. November. Er weist die Vorwürfe zurück, will sich Insidern zufolge aber erst umfassend äußern, wenn seine Anwälte Akteneinsicht erhalten haben.

Auch Bundesverkehrsminister Scheuer soll aussagen

Der zuständige Richter möchte außerdem Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) und Peter Ramsauer (CSU), einen von Scheuers Vorgängern, in Stuttgart befragen, braucht dafür aber noch die Genehmigung des Bundestagspräsidenten.

Nach Bekanntwerden der Abgas-Affäre hatte es heftige Kursverluste der VW-Aktie gegeben. Anleger, die dadurch Geld verloren haben, werfen VW und der Dachgesellschaft Porsche SE vor, sie hätten die Märkte zu spät über das Dieseldrama informiert - was die Unternehmen zurückweisen.

Winterkorn bestreitet Vorwürfe nach wie vor

In den USA gibt es bereits einen Haftbefehl gegen Winterkorn. Er war im September 2015 als VW-Chef zurückgetreten, kurz nachdem der Abgasskandal mit weltweit Millionen manipulierter Dieselautos von US-Behörden und Forschern aufgedeckt worden war. Er hatte betont, sich keines Fehlverhaltens bewusst zu sein.

Von RND/dpa

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