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Volkswagen Diesel-Skandal: Ermittlungen auch gegen Top-Manager von VW
Wolfsburg Volkswagen Diesel-Skandal: Ermittlungen auch gegen Top-Manager von VW
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15:26 11.03.2018
Illegale Software in Audi-Fahrzeugen: Gegen einen Top-Manager der Motorenentwicklung von VW wird ermittelt. Quelle: DPA
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Wolfsburg

Im VW-Dieselskandal wird laut einem Bericht der „Bild am Sonntag“ nun auch gegen einen ranghohen Manager aus der Motorenentwicklung des Konzerns ermittelt. Bereits am vergangenen Donnerstag seien bei Durchsuchungen die Wohnung und das Büro des Top-Managers unter die Lupe genommen worden. Dem Mann werde vorgeworfen, spätestens seit April 2010 von illegalen Machenschaften bei Audi gewusst und Manipulationen später auch beauftragt zu haben.

Ermittlungen bestätigt

Ein VW-Sprecher sagte am Sonntag, es habe entsprechende Ermittlungen gegeben: „Es ist richtig, dass Beamte der Staatsanwaltschaft München II Unterlagen bei Volkswagen gesichtet haben.“ Die Vorwürfe selbst und die Untersuchungen der Staatsanwälte wollte das Unternehmen aufgrund des laufenden Verfahrens aber nicht kommentieren.

Verdacht der Staatsanwaltschaft

Bei der VW-Tochter Audi waren ebenfalls am Donnerstag die Privatwohnungen von drei weiteren Verdächtigen durchsucht worden, in einem Fall auch der Arbeitsplatz (WAZ berichtete). Es besteht der Staatsanwaltschaft zufolge der Verdacht, dass sie mitverantwortlich dafür waren, zumindest einen wesentlichen Teil der mit manipulierten Dieselmotoren ausgestatteten Fahrzeuge auf den Markt zu bringen.

Audi wird vorgeworfen, in den USA und in Europa ab 2009 mindestens 210.000 Dieselautos mit Schummelsoftware verkauft zu haben. Größere Motoren wurden auch für Modelle der Konzernschwestern VW und Porsche zugeliefert. Seit etwa einem Jahr laufen Ermittlungen wegen Betrugs und strafbarer Werbung. Anfang Februar hatten Staatsanwälte die Audi-Zentrale in Ingolstadt und Büros im Werk Neckarsulm durchsucht.

Von der Redaktion

Volkswagen hat auf den letzten Drücker den ersten US-Gerichtsprozess im «Dieselgate»-Skandal verhindert. Der Rechtsstreit mit einem Jetta-Besitzer, der wegen manipulierter Abgastechnik auf 725.000 Dollar geklagt hatte, wurde mit Zustimmung des zuständigen Richters beigelegt.

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