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Volkswagen CO2-Skandal bei VW: Zahl der verdächtigen Autos schrumpft
Wolfsburg Volkswagen CO2-Skandal bei VW: Zahl der verdächtigen Autos schrumpft
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15:28 03.12.2015
Quelle: TOBIAS SCHWARZ/AFP
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Anfang November hatte VW mitgeteilt, dass rund 800 000 Autos von Unregelmäßigkeiten bei CO2-Messungen betroffen seien. Das Kraftfahrt-Bundesamt, das derzeit mit VW Nachmessungen durchführt, war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. 

Zu erwarten seien Abweichungen von den Katalogwerten um zwei bis acht Gramm CO2 pro Kilometer, sagte der Sprecher. Das entspreche einem zu hohen Spritverbrauch von 0,1 bis 0,2 Liter auf 100 Kilometern. Die Deutschlandchefin der VW-Tochter Skoda hatte zuvor bereits erklärt, Skoda sei entgegen eines anfänglichen Verdachts nicht von Unregelmäßigkeiten bei den CO2-Werten betroffen.

MONITOR: CO2-Werte bei Opel-Eigenmessungen deutlich erhöht

Der Automobilkonzern Opel hat in einer eigenen  Prüfung deutlich überhöhte CO2-Werte festgestellt. Das berichtet das  ARD-Magazin MONITOR (Das Erste, 3.12.2015, 22.15 Uhr). Das Protokoll  von insgesamt drei Messungen, die der Autohersteller Ende Oktober im  eigenen Prüflabor in Rüsselsheim durchgeführt hat, liegt der  MONITOR-Redaktion vor. Danach lagen Verbrauch und CO2-Emissionen bei  einem Opel Zafira Diesel im Durchschnitt um 15 Prozent über den  offiziellen Angaben des Herstellers. Messungen von MONITOR in einer  Abgasuntersuchungsstelle in der Schweiz haben beim gleichen  Fahrzeugtyp mit einem 1,6-Liter Euro 6 Dieselmotor Überschreitungen  der CO2-Emissionen von rund 20 Prozent ergeben. Der getestete  Motortyp wird auch in anderen Fahrzeugen der Opel-Mutter General  Motors verbaut.
Sollten sich die Messungen bestätigen, drohen dem Konzern  erhebliche finanzielle, aber auch strafrechtliche Konsequenzen. Nach  geltender Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs haben Verbraucher ab  einer Überschreitung von 10 Prozent Anspruch auf eine Minderung des  Kaufpreises. Der Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen  Resch, forderte das Kraftfahrbundesamt (KBA) auf, dem Fall  nachzugehen und neben den aktuellen Tests des KBA zu Stickoxiden auch die CO2-Emissionen der Hersteller zu untersuchen. „Wenn ein Fahrzeug  im Prüfzyklus mehr klimaschädliches CO2 ausstößt als bei der  Zulassung angegeben, drohen Steuernachzahlungen für die  Fahrzeughalter und staatsanwaltschaftliche Ermittlungen sowie  Schadensersatzansprüche der Halter gegen den Hersteller“, so Resch.  Aktuell ermittelt die Staatsanwaltschaft Braunschweig wegen falscher  Angaben bei den CO2-Emissionen gegen Volkswagen.
Opel hatte die Messungen im Oktober durchgeführt, um nachzuweisen, dass das entsprechende Fahrzeug die angegebenen Stickoxidwerte  einhält. Opel erklärte auf Nachfrage, bei den Tests sei es um den  Nachweis gegangen, dass der Zafira sich auf einem  Zwei-Rollen-Prüfstand genauso verhalte wie auf einem  Vier-Rollen-Prüfstand. Die bei der Zulassung angegebenen CO2-Werte  seien korrekt. Die Eigentests waren jedoch nach Angabe von Opel nach  den gesetzlichen Vorschriften durchgeführt worden. Eine Erklärung für die selbst gemessenen erhöhten CO2-Werte gab der Hersteller auf  Nachfrage der Monitor-Redaktion nicht ab. 

dpa

Einzelne VW-Aufsichtsräte kritisieren die Nebentätigkeit von Audi-Chef Rupert Stadler für den VW-Großaktionär Ferdinand Piëch. Stadler sitze im Vorstand dreier Stiftungen der Familie Piëch, die das Privatvermögen mehren und den Einfluss der Familie bei VW sichern sollten. Einige Kontrolleure befürchteten deshalb Interessenkonflikte.

03.12.2015

Volkswagen hat einen Bericht dementiert, nach dem es in den großen deutschen VW-Werken Produktionsstopps infolge der Abgas-Krise gibt. Ein Konzernsprecher wies am Mittwoch einen Bericht der „Wirtschaftswoche“ zurück, wonach die Produktionen in den Werken Wolfsburg, Emden, Zwickau und Dresden Anfang Dezember für vier Tage ruhen soll.

02.12.2015

Volkswagen will sich nach Angaben aus Konzernkreisen noch in dieser Woche Milliardenkredite von mehreren Banken besorgen und damit seine Finanzkraft inmitten des Abgas-Skandals demonstrieren. Das Unternehmen plant voraussichtlich die Unterzeichnung einer „Brückenfinanzierung“ über mehrere Milliarden Euro, wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch erfuhr.

02.12.2015
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