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Volkswagen Betriebsratswahl: IG Metall feiert „sensationell gutes Ergebnis“
Wolfsburg Volkswagen Betriebsratswahl: IG Metall feiert „sensationell gutes Ergebnis“
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21:30 15.03.2018
Da kann man auch mal anstoßen: VW-Vertrauenskörperleiter Frank Paetzold, Stephan Wolf, Bernd Osterloh und Hartwig Erb (v.l.) freuen sich über das Ergebnis der IG Metall bei der VW-Betriebsratswahl in Wolfsburg. Quelle: Boris Baschin
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Wolfsburg

Die IG Metall bleibt die mit Abstand stärkste Kraft im Betriebsrat des Wolfsburger Volkswagen-Werkes. Bei der Wahlparty am Donnerstagabend im Gewerkschaftshaus feierten die Mitglieder ein Ergebnis von 85,85 Prozent – 66 (bisher 67) der insgesamt 75 Sitze im Betriebsrat. Unverändert stehen MIG18 bei fünf und CGM bei drei Sitzen. Ein Mandat entfiel auf den erstmals angetretenen Einzelkandidaten Dirk Böse („Die Alternative“). Bei der Wahlparty sagte Spitzenkandidat Bernd Osterloh: „Es ist ein sensationell gutes Ergebnis!“

Zwar hatte die IG Metall im Gegensatz zur Wahl 2014 knapp zwei Prozent eingebüßt, dies sei angesichts der Herausforderungen der letzten Zeit aber keineswegs ein Rückschlag. „Es ist ein hervorragendes Ergebnis, auf das wir stolz sein können“, sagte IG-Metall-Chef Hartwig Erb.

„Ein klarer Auftrag“

Und Osterloh: „Dieses Ergebnis ist für mich und die übrigen Kandidatinnen und Kandidaten der IG Metall ein klarer Auftrag, die Inhalte unseres Wahlprogramm jetzt in die Tat umzusetzen.“ Neben Digitalisierung und Elektromobilität habe man das Ziel, die schwankende Auslastung der Fabriken im Sinne der Beschäftigten zu gestalten. Ganz wichtig sei die Neuregelung der Leiharbeit.

Voller Saal: Viele Gewerkschafter wohnten dem Auftritt der Betriebsratsspitze um Bernd Osterloh im Gewerkschaftshaus bei. Quelle: Boris Baschin

Dass die Fraktion MIG18 weiterhin nur fünf Sitze habe, begrüßte Osterloh. „Populismus gibt es immer“, sagt der 61-Jährige, der dem Betriebsrat seit 2005 vorsitzt und in seine letzte Wahlperiode geht. Dass die MIG18 die Zahl ihrer Mandate nicht habe vergrößern können, sei ein Erfolg.

Personalchef Blessing gratuliert

Einer der ersten Gratulanten war VW-Personalvorstand Dr. Karlheinz Blessing. In einem Schreiben an Osterloh sprach er von fairem Miteinander und konstruktiver Zusammenarbeit gerade in der Dieselkrise. Mit Blick auf die nächsten Jahre und Herausforderungen schrieb Blessing: „Lassen Sie uns deshalb weiter konstruktiv zusammenarbeiten, um Volkswagen mit guten Arbeitsbeziehungen voranzubringen – und das immer auf der festen Basis, dass Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigungssicherung bei Volkswagen gleichrangige Unternehmensziele sind.“

Seine erste Sitzung hat der neu gewählte Betriebsrat im Mai. Dann sollen Bernd Osterloh und sein Stellvertreter Stephan Wolf wieder an die Spitze der Arbeitnehmervertretung gewählt werden. Osterloh dürfte auch Chef des Gesamt- und Konzernbetriebsrates bei VW bleiben.

Von Kevin Nobs

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