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Volkswagen Betriebsrat favorisiert eigene Batteriezellenfabrik
Wolfsburg Volkswagen Betriebsrat favorisiert eigene Batteriezellenfabrik
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00:19 26.08.2018
E-Golf-Produktion bei Volkswagen: VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh hält eine mögliche Milliarden-Investition in eine Batteriefabrik wegen der ungelösten Technologie-Frage für verfrüht. Quelle: dpa
Wolfsburg

Volkswagen-Konzernchef-Chef Herbert Diess und der Betriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh sind sich einig: Die Batteriezellenproduktion muss künftig in „Eigenregie“ in Deutschland und Europa stattfinden, um nicht in Abhängigkeitsverhältnisse zu geraten. Diess sieht die Investitonen in Batterie-Fabriken vor allem bei den Zulieferern, Osterloh kann sich darüber hinaus konzerneigene Anlagen vorstellen, erklärte er kürzlich zum wiederholten Mal.

Im Werk Salzgitter werde bereits eine Pilotfertigung von Zellen aufgebaut, um Erfahrungen zu sammeln.

Der Chef der Arbeitnehmervertretung hatte bereits vor acht Jahren die Forderung zum Bau einer Batteriefabrik gestellt – eben um Abhängigkeiten von anderen Herstellern zu vermeiden. Damals hieß es, die Zellen würden „wahrscheinlich von einem Partner kommen“, der Zusammenbau, die Elektronik und die Klimatisierung müssten allerdings bei VW erledigt werden.

Erst vor wenigen Tagen äußerte sich Osterloh erneut ganz konkret zum Thema: In der Frage der Akku-Fertigung für Elektroautos in Deutschland sei noch nicht entschieden, welche Technologie sich durchsetzen werde – Lithium-Ionen oder Feststoffzelle. An dieser Frage arbeite man mit der Pilotanlage in Salzgitter. „Und jetzt zu sagen, wir fassen eine Milliardensumme an für eine neue Batteriefabrik, das halte ich für ein bisschen früh“, sagte der Betriebsrats-Chef.

Was ihn ärgere, sei die Unkenntnis von Menschen, die sagen, es werde keine Batteriefertigung in Deutschland benötigt. Die Batterie habe künftig einen Wertschöpfungsanteil von 40 Prozent am Produkt. Daher wundere er sich, dass manche glauben, auf diese 40 Prozent verzichten zu können.

Dem US-Internetmagazin Politico sagte Osterloh kürzlich: „Manche Leute sind sich nicht bewusst, dass Batterien bestimmte Rohstoffe benötigen, die Seltene Erden genannt werden, gerade weil sie selten sind“, und prognostizierte, dass die Marktlogik von hoher Nachfrage und knappem Angebot die Kosten in die Höhe treiben wird. Es gebe Preisdruck. Auf lange Sicht würden Batterien eher teurer und nicht billiger.

Von Michael Lieb

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