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VW Aktuell Betriebsrat: Arbeitsplätze sind wichtiger als Platz an der Weltspitze

Volkswagen Betriebsrat: Arbeitsplätze sind wichtiger als Platz an der Weltspitze

Der Aufstieg des Volkswagenkonzerns zum größten Autobauer der Welt ist nach den Worten des stellvertretenden Vorsitzenden des Gesamt- und des Konzernbetriebsrates, Bernd Wehlauer, nicht das vorrangige Ziel der Arbeitnehmervertreter.

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VW-Betriebsrat: Der Aufstieg des Volkswagenkonzerns zum größten Autobauer der Welt ist nicht das vorrangige Ziel.

Wichtiger sei die Sicherung der heimischen Arbeitsplätze gegen eine Verlagerung ins Ausland, sagte Wehlauer am Mittwochabend in Wolfsburg bei einer Veranstaltung der evangelischen Kirche zur Wirtschaftsethik.

Der Gewerkschafter erläuterte: „Wenn der Chef sagt, wir wollen die Nummer eins in der Welt werden, akzeptieren wir das. Uns ist das aber nicht so wichtig.“ VW-Chef Martin Winterkorn hatte angekündigt, bis zum Jahre 2018 VW an die Weltspitze zu bringen und jährlich mehr als zehn Millionen Autos verkaufen zu wollen. Derzeit ist Toyota die Nummer eins in der Welt.

Zu der Veranstaltung im ForumAutovision hatte der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt (KDA) eingeladen. Thema war „Neue Spielregeln in Wirtschaft, Medien und Politik“. Wehlauer sagte, grundsätzlich träten die Gewerkschaften an, damit Regeln gemacht werden. Regeln und Gesetze seien nichts Gottgegebenes, sondern Spiegelbilder der jeweiligen Machtverhältnisse.

Der Unternehmer und Präsident von Hannover 96, Martin Kind, bezeichnete sich als „Anhänger des Wettbewerbs“. Die Konkurrenzsituation führe zur Innovationen und setze Kreativität frei. Er akzeptiere die Spielregeln am Markt. Kind warnte vor einer Gesetzesflut und schlug vor, dass für jedes neue Gesetz ein altes Gesetz außer Kraft gesetzt wird.

Der SPD-Europaabgeordnete Bernd Lange sagte: „Die Finanzkrise zeigt, dass wir Regeln brauchen.“ Lange vertrat die Auffassung, dass in Europa noch viele Vorurteile abgebaut werden müssten. Bei Entscheidungen gehe es darum, „den Anderen mitzudenken“.

epd

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