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Volkswagen Bernd Osterloh: „Ich bin mit mir im Reinen“
Wolfsburg Volkswagen Bernd Osterloh: „Ich bin mit mir im Reinen“
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09:00 13.05.2017
Bernd Osterloh: Die Vergütung des VW-Betriebsratschefs sorgt für Wirbel. Quelle: Julian Stratenschulte
Volkswagen

WAZ: Herr Osterloh, was denken Sie über das laufende Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Braunschweig gegen Unternehmensvertreter?

Osterloh: Das Wichtigste: Gegen mich wird nicht ermittelt. Und ich bin mit mir auch im Reinen. Aber so etwas belastet mich persönlich natürlich trotzdem. Für meine Arbeit darf das keine Rolle spielen. Und das tut es auch nicht. Ich trage als Betriebsrat Verantwortung für die Belegschaft. Und deswegen werde ich mich nicht wegducken.

WAZ: Wie ist das eigentlich mit Ihrem Gehalt?

Osterloh: Das Gehalt wird vom Unternehmen festgelegt. Dafür gibt es klare Regeln. Einmal stehen sie im Betriebsverfassungsgesetz. Und dann gibt es bei Volkswagen zusätzlich Bestimmungen zur Betriebsratsvergütung. Diese Regeln sind mehrfach in Zusammenarbeit mit externen Experten überprüft worden. Ich erwarte also, dass man der Staatsanwaltschaft erklärt, dass zu jeder Zeit korrekt gehandelt wurde.

WAZ: Wie hoch ist denn ihr Gehalt?

Osterloh: Mein Grundgehalt liegt bei rund 200.000 Euro. Hinzu kommen Bonuszahlungen, die vom Geschäftsverlauf von Volkswagen abhängig sind. Da werde ich genauso behandelt, wie alle anderen Manager im entsprechenden Status. In der Spitze lag damit mein Jahresgehalt einmal bei rund 750.000 Euro. Aktuell ist es erheblich niedriger. Was übrigens kaum jemand weiß: Ich habe bereits im Oktober 2015 schriftlich gegenüber dem Unternehmen erklärt, dass ich im prozentual gleichen Anteil wie die Belegschaft auf meinen Bonus verzichten werde. Damit war klar: bekommt die Belegschaft nichts, dann will ich auch nichts haben.

WAZ: Was glauben Sie: Warum hat jemand Volkswagen in diesem Fall angezeigt?

Osterloh: Das weiß ich nicht und ich will darüber auch nicht groß spekulieren. Wir bei Volkswagen dürfen uns von so etwas nicht ablenken lassen, denn wir sind mitten in einem riesigen Umbau. Wir müssen als Betriebsrat in den nächsten Jahren darauf achten, dass die Arbeitsplätze zukunftsfähig bleiben. Ich denke, dass meine Kolleginnen und Kollegen das auch nachvollziehen können. Ich werde mich jedenfalls offen und ehrlich allen Diskussionen stellen.

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt wegen Untreueverdachts gegen vier aktuelle und ehemalige hochrangige Manager des VW-Konzerns. Die Ermittlungen stehen im Zusammenhang mit Aufwandsentschädigungen für VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh - gegen Osterloh selbst wird nicht ermittelt.

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