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Volkswagen Autohaus-Warnstreik: IG Metall erhöht Druck
Wolfsburg Volkswagen Autohaus-Warnstreik: IG Metall erhöht Druck
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00:27 20.03.2015
Warnstreik: Die IG Metall macht Druck auf die Geschäftsführung des Autohauses. Quelle: Manfred Hensel
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Die IG Metall fordert für die mehr als 1000 Autohaus-Beschäftigten einen Tarifvertrag, der sich wie bisher am Flächentarif des niedersächsischen Kfz-Handwerks orientiert. Das Unternehmen hatte den Haustarifvertrag Ende 2014 gekündigt und strebt unter Verweis auf die Konkurrenzsituation einen Abschluss an, der sich nicht mehr an den Flächentarif anlehnt.

„Die IG Metall Wolfsburg wird es nicht zulassen, dass ein tarifgebundener Betrieb aus den Verträgen aussteigt. Die vielen Kolleginnen und Kollegen, die heute auf der Straße waren, haben unsere Stärke gezeigt“, sagte Erster Bevollmächtigter Hartwig Erb. Nach Angaben der IG Metall fuhr das Autohaus in den vergangenen drei Jahren die besten Ergebnisse der Firmengeschichte ein. „Wenn es dem Esel zu gut geht, geht er aufs Eis“, kommentierte Verhandlungsführer Wilfried Hartmann das Verhalten der Geschäftsführung.

Ein Arbeitskampf ist für das Autohaus eine neue Situation. „Wir sind etwas überrascht über das Verhalten von Betriebsrat und IG Metall“, sagte Torsten Kietzman, Sprecher der Geschäftsführung. Das Unternehmen hatte den Ausstieg aus dem Haustarifvertrag bereits in einer Pressemitteilung erklärt und diesen Schritt unter anderem mit Gehaltssteigerungen von 16,4 Prozent seit 2010 und Sonderzahlungen begründet, „die im Automobilhandel und- service nicht mehr umlegbar sind“ (WAZ berichtete).

Im Vergleich mit anderen, nicht tarifgebundenen Autohäusern ergebe sich eine „Wettbewerbsverzerrung“, so Kietzmann. Er betonte: „Wir sind ein gesundes Unternehmen, aber wir wollen die Arbeitsplätze für morgen und übermorgen sichern.“

htz

Nach dem Tarifabschluss bei Volkswagen haben jetzt die VW-Töchter nachgezogen: Mehr als 6800 Stammbeschäftigte von Autostadt, Autovision, Wolfsburg AG und Autovision-Zeitarbeit erhalten ab Juni dieses Jahres 3,4 Prozent mehr Geld plus eine Einmalzahlung von 150 Euro, wie die IG Metall am Dienstag mitteilte. Auszubildende und Studierende im Praxisverbund erhalten 55 Euro.

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