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Volkswagen Außenminister Maas dankt VW-Azubis für ihr Engagement
Wolfsburg Volkswagen Außenminister Maas dankt VW-Azubis für ihr Engagement
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15:30 21.08.2018
Besuch in Auschwitz: Bundesaußenminister Heiko Maas (2.v.l.) diskutiert mit Auszubildenden von Volkswagen. Quelle: Volkswagen
Wolfsburg/Oswiecim

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat sich jetzt in der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Auschwitz mit Auszubildenden von Volkswagen aus Deutschland und Polen getroffen. Die Nachwuchskräfte Anna-Ida Heuer (19) aus Wolfsburg, Niklas Henk (21) aus Salzgitter und Dogay Kilic (23) aus Braunschweig schilderten dabei persönliche Eindrücke und Erlebnisse bei der Gedenkstättenarbeit in Auschwitz und berichteten von prägenden Begegnungen mit Auschwitz-Überlebenden wie Marian Turski.

Internationale Jugendbegegnungsstätte Auschwitz: Heiko Maas trifft Berufsschüler und Volkswagen-Auszubildende. Quelle: Volkswagen

Anlass war der Besuch des Außenministers in der KZ-Gedenkstätte Auschwitz. Maas legte im Gedenken an die Verfolgten und Ermordeten an der Todesmauer des ehemaligen NS-Stammlagers Auschwitz einen Kranz nieder und zündete Kerzen an. „Ich bin dankbar für das Engagement der jungen Menschen in der Gedenkstätte Auschwitz und ich bin dankbar für die heutige Begegnung mit ihnen“, sagte Maas. „Ihr Engagement ist für unsere Gesellschaft sehr wichtig. Sie erwarten zu Recht viel von der Politik, aber ich bitte auch Sie darum, sich vor allem im Internet gegen die rechtsextreme Hetze zu wehren und aktiv Stellung zu beziehen. Die kleine Minderheit der rechten Szene kann nur deshalb so laut sein, weil die Mehrheit so leise ist. In diesem Sinne erwarte ich viel von Ihnen.“

Erinnerung an Gräueltaten der Nazis wachhalten

Vor seiner Abreise nach Polen hatte Maas dazu aufgerufen, die Erinnerung an die Gräueltaten der Nationalsozialisten für nachfolgende Generationen wachzuhalten. „Für mich ist Auschwitz die immerwährende Mahnung, für die unantastbare Würde des Menschen weltweit einzustehen – persönlich wie politisch“, sagte der Chef-Diplomat der Bundesrepublik Deutschland.

Bundesaußenminister Heiko Maas diskutiert mit Auszubildenden von Volkswagen (von rechts) Anna-Ida Heuer, Dogay Kilic und Niklas Henk. Quelle: Volkswagen

Das gemeinsame Projekt „Auschwitz – Erinnern und Zukunft“ des Internationalen Auschwitz Komitees (IAK) und des Volkswagen-Konzerns hat in den vergangenen 30 Jahren mehr als 3000 deutsche und polnische Auszubildende und Berufsschüler sowie Meister und weitere Führungskräfte aus dem Unternehmen in den KZ-Gedenkstätten zusammengeführt.

VW-Auszubildende leisten wertvolle Arbeit

IAK-Vizepräsident Christoph Heubner sagte: „Die jungen Frauen und Männer helfen mit ihrem beruflichen Können und persönlichen Wissen die KZ-Gedenkstätten Auschwitz und Auschwitz-Birkenau zu pflegen. Sie tragen damit maßgeblich dazu bei, diese Erinnerungsorte für nachfolgende Generationen zu erhalten.“

Die Auszubildenden und Berufsschüler legen überwachsene Wege wieder frei, reparieren Stacheldrahtzäune, restaurieren Emaille-Geschirr von Häftlingen, konservieren Schuhe der Ermordeten, und sie sprechen mit Zeitzeugen, die das KZ Auschwitz und das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau überlebt haben. Die Gedenkstätte gehört zum Unesco-Welterbe.

Von der Redaktion

Der Rechtsstreit zwischen dem wegen seiner Rolle im Abgas-Skandal in den USA verurteilten VW-Manager Oliver S. und Volkswagen geht weiter. Der 49-Jährige wehrt sich gegen seine Kündigung durch VW – und fordert außerdem fast 450.000 Euro Bonus und Schadensersatz von dem Autobauer.

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