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Volkswagen Audi: VW-Chef Müller an Aufsichtsrats-Spitze
Wolfsburg Volkswagen Audi: VW-Chef Müller an Aufsichtsrats-Spitze
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17:22 04.12.2015
Ab sofort auch Vorsitzender des Audi-Aufsichtsrats: VW-Chef Matthias Müller. Quelle: Archiv

Das Kontrollgremium entließ zudem den bereits im September beurlaubten Technikvorstand Ulrich Hackenberg und holte den zu Rheinmetall gewechselten früheren Leiter der Audi-Motorentwicklung Stefan Knirsch als Nachfolger zurück nach Ingolstadt. Die US-Anwaltskanzlei Jones Day wurde beauftragt, die Hintergründe der Dieselaffäre bei Audi zu ermitteln. Vor Müller stand der im Zuge der Affäre zurückgetretene VW-Chef Martin Winterkorn an der Spitze des Audi-Aufsichtsrats.

Audi-Vorstandschef Rupert Stadler musste am Donnerstagabend dem Aufsichtsrat erklären, warum Audi eigene Tricksereien bei Abgastests zunächst bestritten hatte, dann aber doch verbotene Software bei seinem Sechszylinder-Turbodiesel einräumen musste.

Der stellvertretende Audi-Aufsichtsratschef und frühere IG-Metall-Chef Berthold Huber lobte: „Die Aufklärung geht voran. Das ist ein notwendiges und gutes Zeichen.“ Auch der Gesamtbetriebsratschef und Aufsichtsrat Peter Mosch signalisierte Rückhalt: „Die bisher getroffenen Maßnahmen des Vorstands zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Zudem müssen jetzt weiter Konsequenzen gezogen werden, damit so etwas nicht mehr passiert.“

Die Gewerkschafter begrüßten Hackenbergs Ablösung, weil für die verunsicherte Belegschaft „klare personelle Verhältnisse herrschen müssen“. Nachfolger Knirsch müsse jetzt Stadler bei der weiteren Aufklärung unterstützen, sagte Huber. Knirsch war 2008, als bei Audi die beanstandete Motor-Software entwickelt wurde, bei Porsche.

Das Ausmaß des Skandals um falsche CO2-Werte bei Volkswagen dürfte nach Aussage eines VW-Sprechers kleiner werden als zunächst befürchtet. Die Zahl der verdächtigen Autos schrumpfe, sagte der Sprecher am Donnerstag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX: „Es werden von Tag zu Tag weniger.“

03.12.2015

Einzelne VW-Aufsichtsräte kritisieren die Nebentätigkeit von Audi-Chef Rupert Stadler für den VW-Großaktionär Ferdinand Piëch. Stadler sitze im Vorstand dreier Stiftungen der Familie Piëch, die das Privatvermögen mehren und den Einfluss der Familie bei VW sichern sollten. Einige Kontrolleure befürchteten deshalb Interessenkonflikte.

03.12.2015

Volkswagen hat einen Bericht dementiert, nach dem es in den großen deutschen VW-Werken Produktionsstopps infolge der Abgas-Krise gibt. Ein Konzernsprecher wies am Mittwoch einen Bericht der „Wirtschaftswoche“ zurück, wonach die Produktionen in den Werken Wolfsburg, Emden, Zwickau und Dresden Anfang Dezember für vier Tage ruhen soll.

02.12.2015