Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / 0 ° Schneeregen

Navigation:
VW Aktuell Ablösung von Audi-Chef Stadler "nicht geplant"

VW-Betriebsratschef Osterloh Ablösung von Audi-Chef Stadler "nicht geplant"

Der VW-Betriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh hat das Agieren von Audi-Chef Rupert Stadler in der Abgasaffäre kritisiert. Eine Ablösung an der Spitze der VW-Tochter sei aber „nicht geplant“, sagte Osterloh, der auch Aufsichtsratsmitglied ist.

52.432885 10.775614
Google Map of 52.432885,10.775614
Mehr Infos
Nächster Artikel
Das Auto der Zukunft: Ein Wohnraum für unterwegs

Eine Ablösung von Audi-Chef Rupert Stadler ist laut dem VW-Betriebsrat "nicht geplant".

Quelle: Archiv

Wolfsburg. Osterloh bestätigte damit der „Bild am Sonntag“, was ein VW-Sprecher bereits angekündigt hatte: „Wir werden im Aufsichtsrat mit Stadler über das Krisenmanagement von Audi reden müssen. Den Verkehrsminister öffentlich anzugreifen, war sicherlich keine zielführende Idee.“

Minister Alexander Dobrindt (CSU) hatte öffentlich gemacht, dass Audi eine „unzulässige Abgas-Software“ in den Oberklasse-Modellen Audi A8 und A7 mit V6- und V8-Dieselmotoren verwendet habe. Stadler warf ihm daraufhin in einem interview vor, den Sachverhalt falsch dargestellt und sich mit der Veröffentlichung auf Kosten der VW-Tochter profiliert zu haben.

Osterloh verteidigte den jetzigen Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch, gegen den in der Abgas-Affäre Ermittlungen laufen: „Herr Pötsch hat seit seiner Wahl zum Aufsichtsratsvorsitzenden einen guten Job gemacht.“ Weiter sagte er: „Und im Übrigen halte ich Herrn Pötsch für eine ehrliche Haut. Wenn er sagt, er hatte nichts mit den Abgas-Manipulationen zu tun, dann habe ich keinen Grund daran zu zweifeln.“

Auch für den früheren Vorstandschef Winterkorn die gelte Unschuldsvermutung. Zugleich betonte Osterloh: „Der Aufsichtsrat prüft, ob Ansprüche gegenüber aktuellen oder ehemaligen Vorstandsmitgliedern angemeldet werden sollten.“

2015 hatten Behörden in den USA aufgedeckt, dass Volkswagen dort die Abgasmessung von Dieselfahrzeugen manipulierte. Weltweit waren schließlich Millionen Autos von „Dieselgate“ betroffen, VW stürzte in eine tiefe Krise. Unmittelbar nach dem Bekanntwerden des Abgasbetrugs Ende September 2015 brach der Börsenkurs der VW-Aktie ein.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Aktuell