Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Volkswagen Abgas-Skandal: Keine großen Umrüstungen nötig
Wolfsburg Volkswagen Abgas-Skandal: Keine großen Umrüstungen nötig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:07 24.11.2015
Volkswagen: Für die Dieselmotoren sei keine aufwändige Nachrüstung nötig. Quelle: Archiv

Dabei sei der Aufwand für die Nachrüstung „technisch, handwerklich und finanziell überschaubar“. Der WAZ lagen Auszüge der Rede Müllers vor rund 1000 Führungskräften in Wolfsburg vor.

VW hatte mit Hilfe einer Software Abgastests bei Dieselfahrzeugen manipuliert. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hatte für insgesamt 2,4 Millionen Wagen in Deutschland einen verbindlichen Rückruf angeordnet, der Anfang 2016 beginnen soll. Es geht um verschiedene Motoren- und Fahrzeugmodelle.

Bei Autos mit 1,6-Liter-Motoren sind demnach laut Müller keine „grundlegenden Eingriffe“ am Motor notwendig – wie VW zunächst angenommen habe. Für die Autos seien neben einem Software-Update zwar auch Hardware-Maßnahmen erforderlich. Dabei gehe es aber um „relativ einfache Veränderungen“ am Luftgitter beziehungsweise an der Luftfilterkassette, sagte Müller in der Rede.

Bei den anderen Motorvarianten, denen mit 1,2 und 2,0 Liter Hubraum, reicht nach VW-Angaben ein Update der Abgas-Software. Für Autos mit 2,0 Litern Hubraum hatte VW dies bereits mitgeteilt. Für Fahrzeuge mit 1,2-Liter-Motoren soll VW bis Ende November Lösungen vorschlagen. Auch hier genüge aber voraussichtlich ein Softwareupdate, hieß es

In ganz Europa müssen 8,5 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten. Bei der Abgas-Software geht es um Werte für das gesundheitsschädliche Stickoxid. Außerdem hatte VW bei 800.000 Autos falsche Angaben zum Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxid (CO2) gemacht.

Erst der Verdacht auf Betrug, nun auch Steuerhinterziehung - der Abgas-Skandal bei Volkswagen bekommt auch strafrechtlich erneut eine größere Dimension. Staatsanwälte ermitteln gegen fünf Beschuldigte im Zusammenhang mit falschen CO2-Angaben. Der Ausgang ist offen.

24.11.2015

In der Abgas-Affäre hat Volkswagen Vorwürfe zurückgewiesen, Anfang November die Öffentlichkeit bewusst falsch über Manipulationen bei Diesel-Motoren der Tochter Audi informiert zu haben. „Es bestand eine unterschiedliche Auffassung zur technischen Bewertung des Sachverhalts“, sagte ein VW-Sprecher am Dienstag.

24.11.2015

Im VW-Werk Wolfsburg hat nach einer dreimonatigen Testphase jetzt der Serieneinsatz einer datenlesenden Brille begonnen. In der Werklogistik ersetzt sie Handscanner, mit denen die Mitarbeiter die verlangten Bauteile bisher zusammenstellen.

23.11.2015