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Volkswagen 70.000 VW-Beschäftigte wählen neuen Betriebsrat
Wolfsburg Volkswagen 70.000 VW-Beschäftigte wählen neuen Betriebsrat
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08:00 25.01.2018
Spitzenkandidaten: VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh und sein Stellvertreter Stephan Wolf führen die Liste der IG Metall bei der VW-Betriebsratswahl an. Quelle: VW-Betriebsrat
Wolfsburg

Ihre Stimme können die Beschäftigten am Dienstag und Mittwoch, 13. und 14. März, sowie am Donnerstagmorgen, 15. März, bis 8 Uhr abgeben. Im Werk Wolfsburg gibt es neun Dauerwahllokale und 13 Wahllokale zur Normalschicht. Beschäftigte, die an den Wahltagen nicht im Betrieb anwesend sind, können auch per Briefwahl abstimmen. Der Betriebsrat bei Volkswagen in Wolfsburg besteht aus 75 Mitgliedern. Seit der vergangenen Wahl im Jahr 2014 stellt die IG Metall 67 Betriebsräte, fünf Vertreter kommen von der MIG18 und drei von der CGM. Bei der aktuellen Wahl tritt mit „Die Alternative“ um den Einzelkandidaten Dirk Böser eine vierte Liste an.

Große Herausforderungen

Volkswagen steht in der kommenden Wahlperiode des Betriebsrats (2018 bis 2022) vor großen Herausforderungen. Das Unternehmen hat sich angesichts des Wandels in der Automobilindustrie einen grundlegenden Umbau verordnet und muss gleichzeitig die negativen Folgen des Abgas-Skandals bewältigen. „Die IG Metall bei Volkswagen hat das klare Ziel, sowohl die Zukunftsthemen Digitalisierung und Elektromobilität, als auch die stark schwankende Auslastung der Fabriken im Sinne der Beschäftigten zu gestalten“, heißt es im Wahlprogramm der Gewerkschaft.

Kein Populismus

Populistische Parolen lehne man ab. „Stattdessen sind wir überzeugt davon, dass konstruktive Gespräche mit dem Management Probleme im Sinne der Kolleginnen und Kollegen lösen können.“ Im Konfliktfall stehe die IG Metall aber auch „für entschiedene Maßnahmen und Aktionen, um berechtigte Interessen durchsetzen zu können“ – immer nach dem Grundsatz, dass es bei Volkswagen zwei gleichrangige Unternehmensziele gibt: Beschäftigungssicherung und Wirtschaftlichkeit.

Von der Redaktion

Volkswagen will seine Produktion im Werk Emden in diesem Jahr steigern, obwohl es im Sog der Dieselkrise weiterhin eine Absatzschwäche beim Passat gibt, der dort gebaut wird. Die Nachfrage verschiebe sich deutlich von Diesel- zu Benzinmotoren, sagte VW-Werksleiter Andreas Dick am Dienstag in Emden.

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VW will in China von der dortigen E-Auto-Politik profitieren. Schon in zwei Jahren will der Konzern dort rund 400 000 Batterie- und Hybrid-Fahrzeuge verkaufen, die mit Strom und Benzin laufen. 2025 sollen es 1,5 Millionen E-Autos pro Jahr sein, sagte VW-China-Chef Jochem Heizmann am Dienstag vor Journalisten in Peking.

23.01.2018

Drohnen werden immer beliebter. Doch für Volkswagen werden sie ein zunehmendes Problem – weil etwa bei Teststrecken oft fremde Flugkörper herumfliegen und Prototypen filmen. Zum Schutz vor Industriespionage hat der Autokonzern kürzlich bei der Firma ESG ein Drohnen-Aufspürsystem bestellt.

22.01.2018