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Volkswagen 500 Jobs in Wolfsburg in Gefahr? VW hält Zahlen für unseriös
Wolfsburg Volkswagen 500 Jobs in Wolfsburg in Gefahr? VW hält Zahlen für unseriös
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21:03 11.02.2019
Der Brexit naht: Im Falle eines ungeregelten Austritts Großbritanniens aus der EU droht auch bei Volkswagen ein Jobabbau. Quelle: Archiv
Wolfsburg

Das Rechenmodell sorge unnötig für Verunsicherung, kritisiert ein Konzernsprecher.

Laut der Untersuchung des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg seien in Deutschland rund 100.000 Arbeitsplätze in Gefahr, die meisten davon in der Autoindustrie. Die größten Auswirkungen gäbe es, gemessen an der Gesamtzahl der Beschäftigten, am VW-Standort Wolfsburg. 500 Arbeitnehmer seien laut der Formel potenziell betroffen, was rund 0,4 Prozent der gesamten Beschäftigten entspräche.

„Wir sind bestmöglich auf verschiedene Brexit-Szenarien vorbereitet, unter anderem haben wir die Lagerung und operative Prozesse entsprechend angepasst“, erklärte kürzlich der Leiter des VW-Konzernbereichs Vertrieb, Dr. Christian Dahlheim. Wie die gesamte Industrie benötige der Wolfsburger Autobauer jedoch möglichst schnell Klarheit über die Ausgestaltung der zukünftigen Beziehungen zwischen Großbritannien und der EU, so ein Konzernsprecher.

Jede weitere Verzögerung im Brexit-Entscheidungsprozess riskiere Investitionen und Arbeitsplätze in der Automobilindustrie, die auf langfristige Planungssicherheit mit Entwicklungszyklen von bis zu fünf Jahren angewiesen ist. Grundsätzlich habe für die Automobilindustrie der offene Marktzugang Priorität, um Just-in-time-Produktion und europäische Lieferketten nicht negativ zu belasten.

Nach einem ungeregelten Brexit würden allerdings wieder Zölle auf Importe nach Großbritannien erhoben. „Wir können nur an alle involvierten Parteien appellieren, mit Vernunft und Bedacht für einen geregelten Brexit einzutreten“, so der Sprecher. Da in Sachen Brexit allerdings noch nicht entschieden sei, dürfe man auch nicht mit Ängsten spielen. Denn hinter jedem Arbeitsplatz stehe ein Mensch.

Großbritannien bleibt für uns in jedem Fall ein extrem wichtiger Markt, egal unter welchen Umständen der Brexit stattfindet“, erklärte Dahlheim bei einem Pressegespräch. Nicht zuletzt hat dort die Konzernmarke Bentley Motors ihren Sitz.

Von Michael Lieb

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