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Volkswagen 1500 VW-Vertrauensleute diskutieren über Zukunftsthemen
Wolfsburg Volkswagen 1500 VW-Vertrauensleute diskutieren über Zukunftsthemen
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13:14 05.11.2018
Bundesweite VW-Vertrauensleutekonferenz: VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh sprach zu den Teilnehmern. Quelle: Jelca Kollatsch/IG Metall
Braunschweig

Unter den Vertrauensleuten waren mehrere Hundert aus Wolfsburg, sie stellten die größte Gruppe. Die Teilnehmer setzten Zeichen für sichere Arbeitsplätze und gute Arbeit bei Volkswagen.

VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh fordert Zusammenhalt

Dabei wurden auch kritische Themen diskutiert. So sagte der Vorsitzende des VW-Betriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh: „Volkswagen steht in den nächsten Jahren vor enormen Herausforderungen: Themen wie Einstieg in die Elektromobilität, Digitalisierung, autonomes Fahren und immer schärferer Wettbewerb werden den Kolleginnen und Kollegen bei VW viel abverlangen. Darum ist es gut, dass Vertrauensleute, Betriebsräte und IG Metaller aufpassen und die Interessen der Belegschaften schützen und auch in schwierigen Zeiten durchsetzen. Das werden wir aber nur schaffen, wenn wir alle zusammenhalten.“

Vertrauensleute spüren steigenden Druck bei VW

Der Erste Bevollmächtigte der Wolfsburger IG Metall, Hartwig Erb, erinnerte an die Rolle der Vertrauensleute bei Volkswagen: „Die Vertrauensleute der IG Metall spüren, dass der Druck auf die Beschäftigten bei VW steigt. Darum ist es gut, dass die Kolleginnen und Kollegen sich gut an den laufenden Vertrauensleutewahlen beteiligen. Denn das stärkt die Organisation der IG Metall bei Volkswagen und nützt so der ganzen Belegschaft.“

VW-Vertrauensleute: Die Teilnehmer der Konferenz sendeten ein Signal für Respekt, Toleranz und Solidarität. Quelle: Jelca Kollatsch/IG Metall

Der Leiter des Vertrauensleutekörpers im Werk Wolfsburg, Frank Paetzold, machte auf die politische Dimension der Gewerkschaftsarbeit im Betrieb aufmerksam: „Wir Gewerkschafter engagieren uns gegen die AfD und gegen Rechts. Wir arbeiten für Vielfalt und für Gemeinsamkeit.“

„Das Niveau der gesetzlichen Rente muss wieder steigen“

Bezirksleiter Thorsten Gröger machte klar, dass die tariflichen Erfolge ohne die engagierte Arbeit der Vertrauensleute nicht möglich gewesen wären: „In der vergangenen Tarifrunde sind uns hervorragende Abschlüsse gelungen, sowohl in der Metall- und Elektroindustrie als auch im Haustarif“, so Gröger. Besonders die Verdreifachung der betrieblichen Altersversorgung von 27 Euro auf 98 Euro monatlich sei hervorzuheben. Diese Tariflösung könne möglicherweise Vorbildcharakter für künftige Tarifrunden auch in andere Branchen entwickeln. „Im Vordergrund muss aber die Stärkung der gesetzlichen Rente stehen. Das Niveau der gesetzlichen Rente muss wieder steigen, die Rente muss für ein gutes Leben reichen“, betonte Gröger.

IG-Metall-Chef fordert Rechtsanspruch auf Bildung

IG-Metall-Chef Jörg Hofmann erklärte: „Wir fordern eine Industriepolitik, die den Wandel hin zu einer ökologisch und sozial gerechten Wirtschaft und Gesellschaft nicht aus den Augen verliert. Sichere Arbeitsplätze, eine gesunde Umwelt, bezahlbare Mobilität und Energie sind keine Gegensätze. Wir werden uns einmischen, damit aus technischem Fortschritt auch sozialer Fortschritt wird. Außerdem muss Bildung während des gesamten Erwerbslebens möglich sein. Dafür brauchen die Beschäftigten einen individuellen Rechtsanspruch.“

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