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Wohnhaus in Wahrstedt mit Hakenkreuz-Symbol beschmiert

Staatsschutz ermittelt Wohnhaus in Wahrstedt mit Hakenkreuz-Symbol beschmiert

Verfassungsfeindliche Farbschmierereien an einem Wohnhaus in Wahrstedt: Der Staatsschutz ermittelt.

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Verbotene Schmierereien: Unbekannte haben ein Haus in Wahrstedt mit einem Hakenkreuz-Symbol beschmiert.
 

Quelle: Privat

Wahrstedt.  Die Farbschmierereien an einem Wohnhaus in Wahrstedt machen fassungslos. Unter dem Schriftzug „Arab’s Welcome“ prangt in roter Farbe ein (seitenverkehrtes) Hakenkreuz. Das Kommissariat Staatsschutz bei der Polizeiinspektion Wolfsburg-Helmstedt hat die Ermittlungen übernommen.

Die feige Tat an einem wohl willkürlich ausgewählten Wohnhaus in der kleinen Ortschaft hat sich offenbar in der Nacht von Freitag auf Samstag ereignet. Unklar ist bislang, was ein gelber, nicht entzifferbarer Schriftzug auf dem angrenzenden Fußweg bedeuten soll. „Die Verwendung eines Hakenkreuz-Symbols ist eine Katastrophe“, sagt Velpkes Gemeindebürgermeister Mark Kreutzberg (SPD) auf WAZ-Anfrage. „Ich verurteile das aufs Schärfste.“

Über dem Hakenkreuz prangt in schwarzer Schrift der offensichtlich ironisch gemeinte Schriftzug „Arab’s Welcome“ („Araber willkommen“). Ob die beiden Schmierereien in direktem Zusammenhang stehen, ist unklar.

Dass das Hakenkreuz, ein seit 1945 in Deutschland verbotenes NS-Symbol, an der Hauswand mit den Haken nach links statt nach rechts zeigt, lässt sich auf zweierlei Weise erklären: Wussten es die Täter schlichtweg nicht besser oder glaubten sie, dass eine Abwandlung des Zeichens womöglich legal sei?

Letzterem ist keinesfalls so: „Strafbar sind laut Paragraph 86a Strafgesetzbuch im Übrigen auch zum Verwechseln ähnliche Symbole. Das gilt insbesondere für zahlreiche Abwandlungen des Hakenkreuzes, wie etwa eine seitenverkehrte Darstellung oder eine mit runden statt eckigen Haken“, betonte Thomas Figge, Sprecher der Polizeiinspektion Wolfsburg-Helmstedt. Dort hat die Abteilung Staatsschutz die weiteren Ermittlungen übernommen.

Von Jörn Graue

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