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Wer führt die Kitas? Samtgemeinderat ist uneinig

Samtgemeinde Velpke Wer führt die Kitas? Samtgemeinderat ist uneinig

In Zukunft können die Gemeinden die Trägerschaft für ihre Kita abgeben. Doch nicht alle sind mit dieser Entwicklung zufrieden.

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Streit um die Kitas in der Samtgemeinde Velpke: Wer gestaltet in Zukunft die pädagogischen Konzepte?
 

Quelle: dpa

Velpke.  Auf eine intensive Sitzung kann der Rat der Samtgemeinde Velpke zurückblicken: Während der Haushalt für 2018 einstimmig beschlossen wurde, gab es hitzige Diskussionen um die Kindertagesstätten.

Wenn es nach Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Fricke geht, könnte die Samtgemeinde ab 2019 die Trägerschaft für die Kitas der Gemeinde übernehmen. Damit könnte sie zum Beispiel zentral die Platzvergabe und Personalplanung regeln.

Gegenwind gab es jedoch von Rolf Senger. Er misstraut unter anderem dem Springersystem, mit dem die Samtgemeinde dann die Arbeitskräfte koordinieren würde.

Detlef Pilzecker (CDU) versuchte zu beruhigen: „Wir übertragen heute keine Kitas – wir schaffen eine Möglichkeit. Und das ist sinnvoll.“ Auch die Ratskollegen und der Bürgermeister betonten, es handele sich lediglich um ein Angebot an die Gemeinden, das in den Einzelfällen noch ausgehandelt würde. „Die pädagogischen Konzepte bleiben in der Verantwortung der Kita“, so Barbara Hansmann (Grüne). Darüber dürfte noch zu reden sein, denn laut Vorlage liegt einer der Vorteile in der „inhaltlichen Steuerung von pädagogischen Prozessen (zum Beispiel bei der Erstellung von Konzeptionen, gegebenenfalls bei der Ausrichtung verschiedener pädagogische Ansätze)“. Mit zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung beschloss der Rat dennoch, die Übernahme zu ermöglichen.

Außerdem wurde beschlossen, die Kreditermächtigung für 2017 nachträglich um 441.700 Euro auf 2.624.100 Euro zu erhöhen. Für 2018 wurden Kreditaufnahmen von 1.242.300 Euro veranschlagt, davon werden auch zahlreiche Umbauarbeiten in der Grundschule Groß Twülpstedt bezahlt. Den Höchstbetrag für Liquiditätskredite setzte der Rat von bisher geplanten 5,95 auf 6,05 Millionen Euro hoch.

Auf die Gemeinden kommt 2018 die Zahlung einer Umlage von 2.340.000 Euro an die Samtgemeinde zu.

Von Frederike Müller

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