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Toter Otter an der Schunter

Wendhausen Toter Otter an der Schunter

Wendhausen. Ein seltener Fund sorgt in Lehre für Aufregung. Karsten Bode entdeckte an der Schunter in Wendhausen einen toten Fischotter.

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Am Fundort: Dr. Gerd Heidler, Klaus Bode, Karl-Friedrich Weber und Marc Böhles (v.l.).

„Nach zahlreichen Indizien ist dieser Fund der endgültige Beweis, dass es hier die vom Aussterben bedrohten Otter gibt“, sagt Dr. Gerd Heidler (UWG), der sofort seinen fachkundigen Partei-Kollegen Marc Böhles von der Stiftung Naturlandschaft informierte. Dieser brachte das tote Tier zur Unteren Naturschutzbehörde. Hier wird das Tier nun untersucht, um zu erfahren, woher es kommt und woran es starb.

Für Karl-Friedrich Weber von der Stiftung Naturlandschaft steht fest: „Nach europäischem Gesetz müssen für den Fischotter Schutzgebiete ausgewiesen werden.“ Deshalb will die Stiftung über die Bundesrepublik Deutschland einen Antrag bei der Europäischen Kommission stellen, um die Schunteraue und ihre wesentlichen Nebengewässer als Naturschutzgebiet (Flora-Fauna-Habitat) ausweisen zu lassen. „Schließlich hat sich dieser Lebensraum durch die Anwesenheit des Fischotters als faktisches Schutzgebiet bestätigt“, betont Weber.

Auch für die in Lehre geplanten Neubaugebiete „Teichtal“ und „Boimstorfer Straße Süd“ könnte dieser Fund deshalb Folgen haben: „Bis entschieden ist, ob dieser Bereich ein Schutzgebiet wird, muss Baustopp herrschen“, betont Weber. Er ist gespannt, wie der Planer des Baugebiets auf den Fund reagieren wird. Denn aktuell läuft in Lehre und Umgebung eine Umweltverträglichkeitsstudie – um auszuschließen, dass es in dem Bereich gefährdete Tiere gibt, die durch das Neubaugebiet gefährdet werden könnten.

kau

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