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Stürme sorgen für viele Einsätze

So viel hatte die Feuerwehr im Jahr 2017 zu tun: Stürme sorgen für viele Einsätze

Retten und helfen ist ihre Mission: Die Freiwilligen Feuerwehren in der Samtgemeinde Velpke waren im vergangenen Jahr bei Orkanen, Bränden und Verkehrsunfällen gefordert. Mehrmals halfen die Freiwilligen auch Tieren aus einer misslichen Lage.

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Aufräumen zwischen Danndorf und Vorsfelde: Die beiden Orkantiefs im vergangenen Juni und Oktober bescherten den Feuerwehren in der Samtgemeinde Velpke reichlich Arbeit.

Quelle: Feuerwehr

Samtgemeinde Velpke. Die 15 Freiwilligen Feuerwehren in der Samtgemeinde Velpke rückten 2017 zu insgesamt 140 Einsätzen aus. Besonders arbeitsintensiv für die Ehrenamtlichen waren die Folgen der Stürme „Paul“ im vergangenen Juni und „Xavier“ Anfang Oktober mit umgestürzten Bäumen und überfluteten Kellern.

„Das war schon heftig“, blickt Mirko Wogatzki, Pressesprecher der Feuerwehren in der Samtgemeinde Velpke, auf die beiden Orkantiefs zurück. Beim ersten waren die Helfer 26, beim zweiten 27 Mal gefordert. „Insgesamt rückten die Feuerwehren im Vorjahr zu 78 technischen Hilfeleistungen aus“, bilanziert der Grafhorster. Im Vergleich zu 2016 ist das allerdings eine spürbare Abnahme: Damals lag die Zahl der Einsätze in dieser Kategorie bei 109.

Psychische Belastungen für die Helfer

Die Hilfe der Retter war bei neun Verkehrsunfällen und neun kleineren Bränden gefragt. Tragisch: Für einen 35-Jährigen aus dem Landkreis Gifhorn, der im März mit seinem Auto bei Grafhorst von der Straße abgekommen und in die Aller gestürzt war, kam jede Hilfe zu spät. „Für uns als Rettungskräfte sind Einsätze mit Verletzten und tödlich Verunglückten sehr belastend für die Psyche und werden in gemeinschaftlichen Gesprächen aufgearbeitet“, berichtet Mirko Wogatzki.

Ungewöhnlich war die Häufung von insgesamt fünf kleineren Tierrettungen. So musste beispielsweise in Bahrdorf ein eingeklemmter Storch aus acht Metern Höhe befreit und in Velpke ein Reh aus einem Kiesteich gerettet werden.

Tierische Rettungsaktion

Tierische Rettungsaktion: Ein Jungstorch war in Bahrdorf auf dem Dach eines Hauses eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden.

Quelle: Feuerwehr Bahrdorf

Die Mitgliederzahl in den Wehren ist samtgemeindeweit von 460 auf rund 430 zurückgegangen. Ausschlaggebend dafür sind dem Pressesprecher zufolge vor allem berufsbedingte Fortzüge. In den zwölf Jugendwehren sind aktuell 105 Mädchen und Jungen aktiv (2016: 115). Ein Highlight für den Nachwuchs: Der Nachtorientierungsmarsch in Grafhorst mit rund 170 Teilnehmern. Die drei Kinderfeuerwehren haben jetzt 59 Mitglieder (2016: 47).

Von Jörn Graue

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