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Sorge im Nordkreis: Kommt der Rettungsdienst zu spät?

Samtgemeinde Velpke Sorge im Nordkreis: Kommt der Rettungsdienst zu spät?

Gross Twülpstedt. In der Gemeinde Groß Twülpstedt wird derzeit diskutiert, ob der Rettungsdienst wegen weiter Anfahrtswege immer schnell genug vor Ort sein kann. Auch eine zusätzliche Rettungswache ist im Gespräch.

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Jede Sekunde zählt: In der Gemeinde Groß Twülpstedt wird derzeit diskutiert, ob der Rettungsdienst wegen weiter Anfahrtswege immer schnell genug vor Ort sein kann.

Quelle: Foto: Archiv

Bei einem akuten medizinischen Notfall zählt jede Sekunde. Da kann die Wartezeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes für Patienten und Angehörige zur schieren Qual werden. Rolf Senger aus Rümmer ist davon überzeugt, dass die Helfer wegen der großen Entfernungen im ländlichen Raum nicht immer innerhalb von 15 Minuten und damit innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Hilfsfrist am Einsatzort sein können.

Der 63-Jährige schildert einen Fall, als sein damals zweijähriger Enkel 2013 plötzlich nachts Atemnot bekam. „Der Rettungsdienst war erst nach 35 Minuten da“, erinnert er sich. „Im Norden des Landkreises Helmstedt sind wir ziemlich außen vor“, sagt er.

Das will der Landkreis Helmstedt, der per Gesetz für die Notfallrettung in seinem Gebiet zuständig ist, so nicht gelten lassen: „Die gesetzlich vorgegebene Hilfsfrist von 15 Minuten soll zu 95 Prozent erreicht werden. Der Gesetzgeber lässt eine Überschreitung zu, die sich dadurch ergibt, dass Rettungsmittel zum Beispiel durch einen gleichartigen Einsatz gebunden sind“, sagt Verwaltungsdirektor Wolfgang Herzog der WAZ.

Er räumt aber ein, dass „die 95 Prozent nicht in jedem Fall zu halten sind“. Der Landkreis habe das Problem erkannt und einen Gutachter beauftragt. „Ziel ist es, ab Mitte Oktober vorübergehend ein Rettungsfahrzeug im Bereich der Samtgemeinde Velpke zu stationieren“, kündigt Herzog an.

Das dürfte auch Bürgermeisterin Heike Teuber freuen, die sich nach eigenen Worten schon länger für eine Verbesserung einsetzt. Ihr Wunsch: Einen Rettungswagen im alten Gerätehaus der Feuerwehr Groß Twülpstedt zu stationieren. „Davon würde letztlich die ganze Samtgemeinde Velpke profitieren. Zuständig ist allerdings allein der Landkreis.“

joe

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