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Sicherheit und Glauben: Den Menschen die eigene Ohnmacht nehmen

WAZ-Sicherheitswochen Sicherheit und Glauben: Den Menschen die eigene Ohnmacht nehmen

Was kann Kirche den Menschen im Herbst 2017 geben? Aus Sicht von Velpkes Pastorin Tanja Klettke könne der eigene Glauben helfen, die eigene Ohnmacht im Angesicht von schlimmen weltpolitischen Ereignissen und Existenzängsten aufzuhalten.

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Geborgenheit finden: Tanja Klettke möchte Menschen gerade in schwierigen Lebenssituationen nicht alleine lassen.
 

Quelle: Foto: Jörn Graue

Velpke.  Terroristische Anschläge in Deutschland oder ein sozialer Abstieg durch den Verlust des Arbeitsplatzes: Ängste von Menschen gibt es auch im Herbst 2017 in unterschiedlicher Gestalt. Die Velpker Pastorin Tanja Klettke ist überzeugt, dass die potenzielle Hinwendung der Kirche zu jedem Einzelnen ein Gefühl von Sicherheit bietet.

Ein sichtbares Zeichen für jene Geborgenheit ist das Anzünden einer Kerze vor oder nach dem Gottesdienst. „Kirche ist immer da und wir lassen die Menschen in schwierigen Zeiten nicht allein“, sagt Tanja Klettke, die als Pastorin der evangelischen Kirchengemeinde St. Andreas für die Bedürfnisse von 1600 Mitgliedern zuständig ist. „Es kommt häufiger vor, dass mich Menschen anrufen und fragen, ob sie mit mir beten können.“ Ein Wunsch, den die Mutter zweier Kinder dann gerne erfüllt.

Angesichts von Ereignissen wie Krieg und Terror in der Welt fühlten sich Menschen oft ohnmächtig bei Geschehnissen, auf die sie selbst keinen Einfluss hätten, sagt die Seelsorgerin. „Der Glaube hilft, diese Ohnmacht aufzuhalten.“

Längst nicht jeder findet den Weg zu Kirche und Glauben ganz allein. „Wir müssen den Menschen Gelegenheit geben, mit Kirche in Berührung zu kommen“, sagt Tanja Klettke. Das geschah beispielsweise vor einigen Tagen beim Velpker Martinsumzug, den evangelische und katholische Kirche gemeinsam gestaltet haben. Ein weiterer Schwerpunkt kirchlicher Arbeit in Velpke ist seit geraumer Zeit die Unterstützung von Flüchtlingen durch die Einrichtung einer Kleiderkammer im Pfarrhaus.

Wichtig ist es aus ihrer Sicht, die große Bandbreite von Kirche in den Mittelpunkt zu rücken. So ist diese abseits von Gottesdiensten und Konfirmandenarbeit beispielsweise bei Schwangerenberatung und Suchtkrankenhilfe aktiv. „Wir sind breit aufgestellt und gut vernetzt“, sagt Tanja Klettke auch mit Blick auf regelmäßige Andachten im Velpker Seniorenpflegeheim Paul-Wilhelm-Kraul-Haus.

Von Jörn Graue

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