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Samtgemeinde verliert 18.000 Euro an Hundesteuer

Jährliche Mindereinnahmen Samtgemeinde verliert 18.000 Euro an Hundesteuer

Statt auf Sanktionen setzt die Samtgemeinde auf einen freundlichen Appell per Brief. Jene Hundehalter, die ihr Tier bislang nicht angemeldet haben, mögen dies mit Blick auf Steuergerechtigkeit für alle Bürger umgehend tun.

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Nicht angemeldete Hunde im Blick: Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Fricke (r.) und Auszubildender Calvin Spaleck.

Quelle: Britta Schulze

Samtgemeinde Velpke. 1250 angemeldete Hunde gibt es derzeit in der Samtgemeinde Velpke. Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Fricke (parteilos) geht davon aus, dass rund 300 weitere Tiere nicht angemeldet sind. Damit gehen der Samtgemeinde 18.000 Euro an Hundesteuer pro Jahr verloren. Die Verwaltung möchte die nicht angemeldeten Hunde ermitteln und setzt zunächst auf die Einsicht der Besitzer. Ab 2018 soll die Hundesteuer zudem erhöht werden.

In der zweiten September-Hälfte erhält jeder Haushalt in der Samtgemeinde ein Schreiben, in dem abgefragt wird, ob es einen Hund gibt. Bedeutsam ist dies nur für jene Bürger, die ihr Tier bislang nicht angemeldet haben und mit dem Brief aufgefordert werden, dies zu tun. „Dabei geht es um Steuergerechtigkeit und eine Verbesserung der Einnahmesituation“, betont Fricke. Er sieht in dem Verfahren einen „freundlichen Weg“.

Da in Niedersachsen Hundebestandsaufnahmen durch private Anbieter nicht zulässig seien und ein solches Verfahren auch kein Geld für den Steuerzahler kosten solle, plant Fricke die einzelnen Ortschaften mit Verwaltungsmitarbeitern zu betrachten. „Wir müssen sehen, wie der Rücklauf nach den verschickten Briefen ist“, sagt der Saalsdorfer. Bei einer fortgesetzten Nicht-Anmeldung von Hunden sind Verfahren wegen einer Ordnungswidrigkeit die Folge.

Wie berichtet, soll die Hundesteuer ab 2018 steigen. Dann sind für den Ersthund statt 45 bis 46 Euro je nach Mitgliedsgemeinde künftig 70 Euro, für den Zweithund von aktuell 64 bis 70 Euro 100 Euro und für einen dritten Hund statt bislang 83 bis 88 180 Euro zu zahlen.

Von Jörn Graue

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