Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 2 ° Regenschauer

Navigation:
Regenrückhaltebecken soll Entlastung bringen

Hochwasserschutz in Essenrode Regenrückhaltebecken soll Entlastung bringen

Beim Thema Hochwasserschutz kommt einem nicht unbedingt sofort die beschauliche Ortschaft Essenrode in den Sinn. Nach massiven Überschwemmungen in diesem Sommer steht das Thema für Verwaltung und Politik aber weit oben auf der Tagesordnung.

Voriger Artikel
Sicherheit und Glauben: Den Menschen die eigene Ohnmacht nehmen
Nächster Artikel
Landfrauenverein Velpke feierte 70. Geburtstag

Hochwasserschutz in Essenrode: Verwaltungsvorstand Tobias Breske (l.) und Ortsbürgermeister Jens Schubert zeigen den Standort für das gewünschte neue Regenrückhaltebecken.

Quelle: Britta Schulze

Essenrode. Die heftigen Überschwemmungen infolge von tagelangem Dauerregen hatten Teile von Essenrode Ende Juli buchstäblich absaufen lassen. Da die Riede in den vergangenen Jahren immer wieder über die Ufer getreten ist, hat die Gemeinde Lehre schon vor längerem ein Hochwasserschutzkonzept entwickelt. Ein zentrales Element: Der Bau eines Regenrückhaltebeckens auf einer Wiese an der Straße Bäckerberg und damit zugleich am tiefsten Punkt der Ortschaft.

Doch damit dürfte es vorerst nichts werden. „Ein entsprechender Antrag auf Fördermittel für den Bau ist vom Land abgelehnt worden“, sagt Verwaltungsvorstand Tobias Breske. Die Begründung: Das Vorhaben steht aus Sicht des Landes auf der Prioritätenliste nicht weit genug oben. 15.000 Kubikmeter Wasser sollte ein neues Becken fassen und damit verhindern, dass die Riede über die Ufer tritt. Der kleine Bach, der mitten durch Essenrode fließt, schafft laut Breske eine Durchflussmenge von 750 Litern Wasser pro Sekunde – ohne sein Fließbett zu verlassen. Das am Bäckerberg bereits vorhandene Rückhaltebecken dient der Straßenentwässerung.

Beschaulicher Bach

Beschaulicher Bach: Derzeit führt die Ride in Essenrode nur wenig Wasser. Das war Ende Juli anders. Als Folge von langanhaltendem Dauerregen kam es zu großflächigen Überflutungen.

Quelle: Britta Schulze

„Natürlich bleiben wir beim Hochwasserschutz am Ball“, betont auch Ortsbürgermeister Jens Schubert (Grüne). Eine Anwohnerin sei in diesem Jahr bereits zwei Mal von eindringendem Wasser betroffen gewesen.

Abseits des anvisierten Regenrückhaltebeckens setzt die Gemeinde geographisch bereits vor Essenrode an. So sollen bei Wendhausen – die Riede entspringt im Wald zwischen Wendhausen und Essenrode – mehrere alte Teiche ertüchtigt und als Wasserrückhaltebecken genutzt werden. Eine weitere Maßnahme ist eine so genannte Löschwasserrückhaltung an der L 639. Über eine bewegbare Metallplatte, die laut Tobias Breske etwa 20.000 Euro kostet, kann die Riede dort aufgestaut werden. Dabei ist der Hochwasserschutz dann ein durchaus willkommener Nebeneffekt.

Von Jörn Graue

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Velpke/Lehre

Themenwoche "Sicherheit": Auf dieser Seite haben wir alle relevanten Artikel mit dem Schwerpunkt Wolfsburg für Sie zusammengefasst. mehr