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Ortsrat Lehre: Muna soll Gedenktafel bekommen

Lehre Ortsrat Lehre: Muna soll Gedenktafel bekommen

Lehre. Die ehemalige Munitionsanstalt (Muna) in Lehre soll eine Gedenktafel bekommen, als Andenken an die Opfer des Naziregimes, die dort Zwangsarbeit verrichten mussten. Darüber war sich am Montagabend der Ortsrat einig, Kritik gab es aber über die Art, wie das Thema auf die Tagesordnung gekommen war.

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Der Zugang zur ehemaligen Munitionsanstalt in Lehre: Hier könnte bald eine Gedenktafel an die Opfer des Zweiten Weltkrieges erinnern.

Quelle: Photowerk (Archiv)

Denn gefordert hatte die Gedenktafel Uwe Otte von der Basisgruppe Leben: Auf Flyern und in einem Schreiben an den Gemeindebürgermeister kritisierte er, dass der Ortsrat sich seit 30 Jahren weigere, an die Kriegsopfer zu erinnern. „Das ist eine Unterstellung! Die 20 Jahre, die ich im Rat bin, war das Thema nie auf der Tagesordnung“, ärgerte sich hingegen Olaf Ehlers (SPD). Auch Beate Kitschke (CDU) sah die Art und Weise der Forderung eher als „Nötigung“.

Dennoch lag den Ortsratsmitgliedern die Sache am Herzen: „Ich habe mich beim Landkreis bereits um eine Genehmigung bemüht“, so Ortsbürgermeister Bernd Krüger. Voraussetzung ist allerdings, dass der Eigentümer der Muna sein Einverständnis gibt. Außerdem darf das Schild nicht größer als einen Quadratmeter sein, da es sonst einer Baugenehmigung bedarf. Einen Text hat Ortsheimatpfleger Wilhelm Knigge bereits ausgearbeitet. Jetzt will sich der Rat an den Eigentümer wenden und mit der genauen Ausgestaltung des Schildes beschäftigen.

Ebenfalls für Diskussionen beim Ortsrat sorgte ein Zuschussantrag der Schützengesellschaft: Bislang hatten Ortsratsmitglieder stets zwei Pokale fürs Schützenfest aus eigener Tasche bezahlt. Doch das hat jetzt das Innenministerium nach einer Beschwerde von Uwe Otte gestoppt: „Private Initiativen“ wie eine solche Spendensammlung hätten im Ortsrat nichts zu suchen. Also entschied der Rat diesmal, die 32 Euro für die Pokale aus Ortsratsmitteln zu nehmen.

kau

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